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Was ist dran an den Behauptungen? Lesen Sie Testosteronmangel?
Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2010/01, S. 14
Eine neue „Pille danach“Was bringt Ulipristal (Ellaone®)Vor etwa 10 Jahren ist mit Levogynon® die erste „Pille danach“ auf den Markt gekommen, die ausschließlich das Gestagen Levonorgestrel enthält. Sie soll nach ungeschütztem Sex eine Schwangerschaft verhindern. Jetzt gibt es wieder eine neue Variante der „Pille danach“. Hat sie Vor- oder Nachteile?
Levonorgestrel und Ulipristal wirken wahrscheinlich dadurch, dass sie den Eisprung hemmen oder verzögern. Die Wirksamkeit von Ulipristal ist allerdings unbefriedigend dokumentiert. In einer Studie mit 1.500 mindestens 18-jährigen Frauen, die zwei bis fünf Tage nach ungeschütztem Sex Ulipristal eingenommen hatten, wurden dennoch 29 Frauen (2,2%) schwanger. Das sind zwar weniger als ohne das Medikament (5,6%). Dieser Vergleichswert wurde – wie in solchen Studien üblich – aber lediglich geschätzt.3 Ob Ulipristal Schwangerschaften in den ersten drei Tagen nach ungeschütztem Sex ebenso gut verhütet wie Levonorgestrel, lässt sich derzeit nicht beurteilen, da aussagekräftige vergleichende Daten hierzu fehlen.2 Ulipristal ist nicht besser verträglich als Levonorgestrel. Sehr häufig (also bei mehr als zehn von hundert Frauen) kommt es zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Bauchschmerzen. Häufig (bei einer bis zehn von hundert Frauen) sind Erbrechen und Schwindel. Bei einigen Frauen wurden Zysten der Eierstöcke entdeckt. Ob sich Ulipristal negativ auf das Neugeborene auswirkt, wenn die Frau trotz der Einnahme schwanger wird – oder ohne es zu wissen schon schwanger war –, ist noch unklar. In Tierstudien gab es zumindest keine Hinweise auf Fehlbildungen bei Neugeborenen. Das Ulipristal-Präparat Ellaone® ist mit 35,30 Euro etwa doppelt so teuer wie die Levonorgestrel-Präparate Levogynon® (17,79 Euro) und Unofem® (16,85 Euro). Als „Pille danach“ empfehlen wir die bewährten Levonorgestrel-Präparate Levogynon® oder Unofem®. Wer Ellaone® vier oder fünf Tage nach ungeschütztem Sex einnimmt – Levonorgestrel ist dafür nicht zugelassen –, sollte bedenken, dass über die Verträglichkeit noch zu wenig bekannt ist. Falls Frauen sich trotzdem für Ellaone® entscheiden, raten wir dazu, zuvor einen Schwangerschaftstest durchzuführen.
Quellen
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Über GPSPGute Pillen - Schlechte Pillen entsteht OHNE EINFLUSS DER PHARMAINDUSTRIE und erscheint OHNE WERBUNG. Mit SucheWeitere SchlagworteEllaone®EmpfängnisverhütungPille danachSchwangerschaftUlipristalVerhütungVerhütungsmethodenAbo-BereichZuzahlung sparenWenn Sie mit einem Rezept in die Apotheke gehen, müssen Sie in der Regel 5,- € bis 10,- € zuzahlen. Doch es gibt über 11.000 Arzneimittel, für die Sie nichts zuzahlen müssen. Unsere Suchmaschine hilft Ihnen bei der Suche nach zuzahlungsfreien Alternativen.
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