Aktuelle Ausgabe GPSPAbonnierenEinzelpersonen Wer wir sindUnabhängige Information zur Gesundheit: Information pur, ohne Werbung. Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen – Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharma-Dschungel. Karikaturen
Was ist dran an den Behauptungen? Lesen Sie Testosteronmangel?
Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2010/01, S. 7
BlaulichtalarmBunte Brillen als lukratives GeschäftLicht ist lebenswichtig, und die Welt der Farben für uns Menschen ein Genuss. Aber braucht man deshalb ein Set von elf verschiedenen Farbbrillen zum Wechseln?
PanikmacheEbenfalls kritisch sehen wir die Bemühungen des Herstellers, speziell eine Brille zum Filtern von blauem Licht zu verkaufen. Glaubt man den Werbetextern, so geht eine besondere Gefahr von Bildschirmen aus: „Moderne Flachbildschirme (Computer und Fernseher) mit LCD- und LED-Hintergrundbeleuchtung strahlen ein Licht aus, das einen sehr hohen Blauanteil aufweist.“ 2 Als typische Folgen von Bildschirmarbeit werden Kopfschmerzen und brennende Augen genannt, langfristig soll es angeblich zu Netzhautschäden kommen. Der Brillenanbieter Innovative Eyeware schürt Ängste vor einer optischen Umweltverschmutzung, der „Blaulichtbelastung“, zu der angeblich auch Energiesparlampen beitragen.3 Zum Schutz empfiehlt er zwei gelb gefärbte Brillen zu je 59 €. Wir betrachten das als reine Panikmache. Zu viel blaues Licht kann den Organismus negativ beeinflussen. Doch Flachbildschirme geben so wenig blaues Licht ab, dass keine Gefahr besteht.
Strahlende Bildschirme?Die Werbetexte lassen geschickt Assoziationen zu „strahlenden Bildschirmen“ aufkommen – und damit zur elektromagnetischen Strahlung der alten klobigen Röhrenmonitore. Flachbildschirme unterscheiden sich grundsätzlich von der Röhrentechnologie. Das bedeutet, es kann keine starke Strahlung entstehen, wie man dies von den Röhren kennt.4 Ein Flachbildschirm hat eine geringe elektromagnetische Strahlung, wie jedes andere Elektrogerät auch. Sie gefährdet die Gesundheit nicht. Dennoch kann es bei langer Bildschirmnutzung zu Problemen kommen. Die Ursachen sind vielfältig und nicht auf eine „Blaulichtbelastung“ zurückzuführen. Als angenehm empfinden die meisten Menschen Tageslicht und eine helle Umgebung. Bildschirme sollten in gewissem Abstand vor einem Fenster stehen, aber so, dass es keine blendenden Reflexe gibt. Was noch zu beachten ist, um vor dem Bildschirm Kopfschmerzen, Verspannungen, Sehprobleme oder Ermüdung zu vermeiden, hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in einer Broschüre zusammengefasst.5
Quellen
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