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Unabhängige Information zur Gesundheit: Information pur, ohne Werbung. Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen – Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharma-Dschungel. 

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Karikaturen

Was ist dran an den Behauptungen? Lesen Sie Testosteronmangel?

 

Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite.

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Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2009/04, S. 15

Leserbriefe

Knorpelgewebe

„In Heft 3/09 schreiben Sie, dass Bewegung die Durchblutung des Knorpelgewebes fördert. Gelenkknorpel hat aber überhaupt keine Durchblutung. Eine nicht vorhandene Durchblutung kann auch nicht gefördert werden. Knorpel wird nur durch Diffusion ernährt und besitzt keinerlei Blutgefäße.“   H.P.

GPSP:  Unser Leser hat recht: Knorpelgewebe wird nicht direkt durchblutet. Genau genommen ist die Nährstoffversorgung des Knorpels dann besser, wenn das umliegende Gewebe gut durchblutet ist.

 

Weihrauch

„Wegen Beschwerden im Knie wurde mir empfohlen, Weihrauch in Form von Tabletten oder Kapseln einzunehmen. Was halten Sie von diesen Präparaten?“    U.E.

GPSP: Die Einnahme von Weihrauch als Tablette oder Kapsel geht vor allem auf die indische Tradition des Ayurveda zurück. Aber auch in Europa war Weihrauch bereits im Mittelalter ein verbreitetes Heilmittel. Dies ist an sich noch kein Qualitätsmerkmal, und vor allem lassen sich daraus keine Rückschlüsse auf einen tatsächlichen Nutzen ziehen. Experimentell lassen sich für Weihrauch entzündungshemmende Effekte nachweisen.1 Dass diese jedoch beispielsweise für Beschwerden im Knie von tatsächlicher Relevanz sind, ließ sich bisher nicht durch aussagekräftige Studien belegen. Deshalb gibt es in Deutschland – abgesehen von homöopathischen Mitteln – keine zugelassenen Arzneimittel mit Weihrauch. Bei den Produkten, die in Apotheken und im Internet erhältlich sind, handelt es sich um Nahrungsergänzungsmittel, die keiner behördlichen Kontrolle auf Wirksamkeit, Qualität usw. unterliegen. Deshalb raten wir davon ab, mit Weihrauch-Produkten zu experimentieren. Wir empfehlen statt dessen eine ärztliche Behandlung mit Medikamenten, deren Wirksamkeit nachgewiesen und deren Risiken bekannt sind.

 

1     Martindale, The Complete Drug Reference. Update 14. Feb. 2009
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