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Was ist dran an den Behauptungen? Lesen Sie Testosteronmangel?

 

Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite.

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Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2009/04, S. 8

Kurz und knapp:

Hepatitis A:
Impfung vor der Reise?

Gegen die Leberentzündung Hepatitis A kann man sich impfen lassen. Allerdings ist die Impfung selbst zu bezahlen (zirka 120 Euro für zwei Impfungen) und keinesfalls für jeden Reisenden nützlich.

Ratsam ist ein Hepatitis-A-Schutz bei einer Leber(vor)erkrankung. Doch auch wer jung und gesund ist, sollte sich vor Trips in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Risiko impfen (oder seinen Impfschutz überprüfen) lassen, vor allem Rucksacktouristen, die sich oft wie die einheimische Bevölkerung ernähren und dadurch ein erhöhtes Infektionsrisiko haben.

Als Risikogebiete gelten in Europa die warmen Mittelmeerländer. Im Norden Europas, Asiens und Amerikas ist das Infektionsrisiko minimal, wie auch in Neuseeland und Australien. Hepatitis-A-Viren (und Hepatitis-E-Viren, gegen die es aber keine Impfung gibt) werden hauptsächlich mit verunreinigten Lebensmitteln und durch unsauberes Wasser übertragen. Meeresfrüchte, Obst und Gemüse, Eis und Eiswürfel sind übliche Infektionsquellen.

Auch hepatitisinfizierte Menschen und sanitäre Einrichtungen können eine Ansteckung verursachen.5 Eine Impfung gegen Hepatitis B – die mit Blut und Sperma übertragen wird – ist als Schutzimpfung vor einer Reise selten sinnvoll. Vor den Erregern der Hepatitis C, die den gleichen Übertragungsweg nutzen, kann man sich nicht durch eine Impfung schützen. Kondome bieten einen gewissen Schutz vor Hepatitis B und C, aber auch vor Infektion mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, wie HIV.

 

Quellen
1    www.paulinchen.de in Verbindung mit der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH)
2    Deutsche Apotheker Zeitung 2009, 149, 23, S. 32-34
3    Pharmazeutische Zeitung 192,137, 26, S.6-7
4    Annals of Oncology 2009: doi:10.1093/annonc/mdp278Stallmach
5    Weitere Reiseinformationen: www.gesundes-reisen.de
6    Der Arzneimittelbrief, 2009, 5, S.40
7    Pharma-Brief 2009, Nr. 3/4, S. 5
8    Press release “2947th Council meeting – EPSCO” 8-9 June 2009;
      www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/en/lsa/108380.pdf
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