Aktuelle Ausgabe GPSPAbonnierenEinzelpersonen Wer wir sindUnabhängige Information zur Gesundheit: Information pur, ohne Werbung. Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen – Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharma-Dschungel. Karikaturen
Was ist dran an den Behauptungen? Lesen Sie Testosteronmangel?
Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2009/04, S. 7
Dr. Hittich Blasen-KraftNur SprechblasenEs werden viele Nahrungsergänzungsmittel für den „Blasenschutz“ angeboten – mit dem Versprechen, Harnwegsinfekte und Harninkontinenz und ihre sehr unangenehmen Folgen zu verhindern. Dr. Hittich Blasen-Kraft steht stellvertretend für derartige Produkte.
Dr. Hittich Blasenkraft prahlt mit einer bunten Mischung:1 „Essentielle Fettsäuren, die für eine diuretische Aktivität verantwortlich sind, die die Blasengesundheit fördern“, „natürliches Zink und essentielle Fettsäuren, die helfen können, Resturin zu verringern“, „spezielle Polyphenole, die potente Antioxidantien sind“, „Green Nuggets® aus Kürbissamen, Vaccinium macrocarpon, der nordamerikanischen Indianerbeere Cranberry = Kranichbeeren und Gerste“, „wertvolle Mineralien und Spurenelemente.“ Das Gemisch hat mit einem Schutz vor Blasenproblemen reichlich wenig zu tun. Nur zu einem Bestandteil, Cranberry (nordamerikanische Preiselbeere), gibt es Hinweise auf Wirkungen. Vorbeugend als Saft getrunken kann Cranberry die Zahl lästiger Harnwegsinfektionen verringern, speziell bei Frauen, die häufig darunter leiden. Allerdings treten oft Nebenwirkungen auf und häufig wird die Anwendung abgebrochen.2
Markt der VerunsicherungFür die viel beworbenen so genannten Blasen(schutz)mittel fehlen ausreichende Belege dafür, dass sie wirksam und unbedenklich sind. Die Behauptung, ein Produkt sei sicher, weil seine Inhaltsstoffe aus der Natur stammen, erachten wir als Verdummung der Verbraucher. Problematisch ist zudem, dass die Werbung in der Regel nicht über die möglichen Ursachen unangenehmer Blasenbeschwerden informiert. Letztlich sind angebotene Blasenschutzmittel ein doppelter Unfug: Gesunde Menschen, denen eigentlich nichts fehlt, kaufen Pillen, um sich etwas Gutes zu tun („Blasenschutz“) und um Probleme zu vermeiden. Diejenigen dagegen, die anhaltende Beschwerden haben, sollten sich besser ärztlichen Rat holen – was durch nutzlose Blasenpillen verzögert wird.
Quellen
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Über GPSPGute Pillen - Schlechte Pillen entsteht OHNE EINFLUSS DER PHARMAINDUSTRIE und erscheint OHNE WERBUNG. Mit SucheAbo-BereichZuzahlung sparenWenn Sie mit einem Rezept in die Apotheke gehen, müssen Sie in der Regel 5,- € bis 10,- € zuzahlen. Doch es gibt über 11.000 Arzneimittel, für die Sie nichts zuzahlen müssen. Unsere Suchmaschine hilft Ihnen bei der Suche nach zuzahlungsfreien Alternativen.
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