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Was ist dran an den Behauptungen? Lesen Sie Testosteronmangel?
Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2009/03, S. 6
Der aktuelle PreisvergleichMagnesiumpräparateEine Vielzahl von Magnesiumpräparaten wird in Apotheken, Reformhäusern, Drogerien, Supermärkten und im Versandhandel angeboten, oft mit fantasievollen Versprechungen. Tatsächlich sinnvoll sind Magnesiumtabletten aber nur bei Magnesiummangel – und der ist selten.
Magnesiumtabletten sind als Arzneimittel nur bei Magnesiummangel zugelassen. Er kann Muskelstörungen wie Wadenkrämpfe verursachen. Als Nahrungsergänzung wird der Mineralstoff hingegen für viele Anwendungen propagiert, etwa als „Sportlermineral“, allgemein für die Fitness oder speziell, beispielsweise gegen Wadenkrämpfe. Die können zwar auf Magnesiummangel beruhen, und dann ist Magnesium auch erfolgversprechend. Fehlt jedoch kein Magnesium, ist die Wahrscheinlichkeit minimal, dass das Mineral gegen die Krämpfe wirkt. Wadenkrämpfe haben viel häufiger andere Ursachen, dazu gehören Durchblutungsstörungen, Diabetes mellitus, Erkrankungen der Nieren oder Schilddrüse. Wer häufig Wadenkrämpfe hat, sollte zum Arzt gehen. In welcher Form das Magnesium in den Präparaten enthalten ist, ob beispielsweise als Hydrogenaspartat, Aspartat-Hydrochlorid oder Zitrat, ist von untergeordneter Bedeutung. Das gilt ebenso für Produkte, denen aufgrund einer angeblich speziellen Magnesiumverbindung wahre Wunderwirkungen angedichtet werden – wie der Magnesium-Orotsäure-Verbindung Magnesiumorotat. Nach Firmenangaben „erfrischt“ Power Orot®, „gibt Kraft und Ausdauer zurück und hält Sie auch bei Extrembelastungen fit!“1 Solche Behauptungen sind unglaubwürdiges Powermarketing. So sah es bereits 1992 das Oberlandesgericht Stuttgart und verbot der Firma „wesentliche Vorteile“ und 13 weitere irreführende Eigenschaften für ein Arzneimittel mit Magnesium und Orotsäure zu behaupten.2 Das scheint der Hersteller vergessen zu haben. In der Tabelle vergleichen wir die Kosten von Magnesiumpräparaten. Ein kostengünstiges Arzneimittel gibt es bereits für 13 bis 14 Euro. Für Power Orot® muss mehr als das Sechsfache bezahlt werden.
Quellen
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Über GPSPGute Pillen - Schlechte Pillen entsteht OHNE EINFLUSS DER PHARMAINDUSTRIE und erscheint OHNE WERBUNG. Mit SucheWeitere SchlagworteMagium® KautablettenMagnerot® A 120 KautablettenMagnesiocard® 5 mmol PulverMagnesium Verla® KautablettenMagnesium Verla® N Konzentrat Btl.Magnesium-PräparateMagnesium-Ratiopharm® KautablettenMg 5 Longoral® KautablettenPower Orot® Suspension BeutelPreisvergleich von ArzneimittelnAbo-BereichZuzahlung sparenWenn Sie mit einem Rezept in die Apotheke gehen, müssen Sie in der Regel 5,- € bis 10,- € zuzahlen. Doch es gibt über 11.000 Arzneimittel, für die Sie nichts zuzahlen müssen. Unsere Suchmaschine hilft Ihnen bei der Suche nach zuzahlungsfreien Alternativen.
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