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Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2009/03, S. 9

Kurz und knapp:

Zimt und Diabetes mellitus

Schon in der ersten Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen (1/2005, S. 11) machten wir darauf aufmerksam, dass Zuckerkranke bei Zimtkapseln wie Diabetruw®, das mit Sprüchen wie „für gute Blutzuckerwerte“ beworben wird, Vorsicht walten lassen sollten.

Wäre für Diabetiker ein medizinischer Nutzen sicher belegt, kämen Zimtpräparate nicht als Nahrungsergänzungsmittel, sondern als Arzneimittel auf den Markt – und bedürften einer behördlichen Zulassung. In 2007 berichteten wir außerdem, dass manche Zimtsorten reich an Cumarin sind – was die Leber schädigen kann (GPSP 2/2007, S. 12).

Mittlerweile raten auch die Deutsche Diabetes Gesellschaft und die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft von Zimtprodukten zur Regulierung des Stoffwechsels ab.7 Nach wie vor gilt: Die Risiken von Zimtpräparaten für behandlungsbedürftige Diabetiker sind nicht bekannt, und weder eine eindeutige noch eine einheitliche Wirkung auf den Blutzuckerspiegel ist gesichert.8

 

Quellen
1    G. O’Sullivan, u.a., British Medical Journal (2009) 338: b784; doi:10.113/bmj.b.784
2    Metastasen = Tochtergeschwülste
3    Myint, PK u.a., BMJ (2009), 338: b349; Beobachtungszeitraum im Mittel 11,5 Jahre
4    www.internisten-im-netz.de/de_fokus_678_97.html
5    Van Rensburg, KJ u.a. Psychopharmacology (2009) 203, 589-598; doi 10.1007/s00213-008-1405-3
6    multiMEDvision, Pressebericht „Cystus® 052: Wirksame pflanzliche Alternative bei Schweinegrippe“,
      28. Apr. 2009
7    www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de Nov. 2008; Zimt ist nicht geeignet für Diabetestherapie
8    H.P.T. Ammon: Zimt bei Typ-2-Diabetes, Diabetologie und Stoffwechsel 2008, 3 (5) S. 296-300
 

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