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Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2009/02, S. 13
Glücklichsein ist ansteckendWas die meisten schon ahnten, ist nun wissenschaftlich belegt: Zufriedene Nachbarn oder Freunde steigern das Wohlbefinden.
Nach gut 20 Jahren stellen die Forscher nun fest, dass Zufriedenheit und Glücklichsein wirklich übertragbar sind.1 (Was der Volksmund seit langem behauptet: Geteilte Freude ist doppelte Freude.) Man konnte in dem Städtchen regelrechte Oasen des Wohlbefindens ausmachen. Das liegt nicht daran, dass glückliche Menschen einander suchen, vielmehr ergab sich, dass mit der Zeit die Zufriedenheit von Nachbarn und Freunden auf die eigene Stimmung übersprang. Wenn ein Freund glücklich wurde, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit, selbst glücklich zu werden, um 25% - ein glücklicher Nachbar sogar um 34%. Die Übertragung scheint sogar über mehrere Stationen zu funktionieren, z.B. auf die Freunde von Freunden des Freundes. Je weiter die Wohnungen voneinander entfernt liegen, desto geringere Effekte machten die Forscher aus. Je näher der oder die andere zufriedene Person wohnt, desto wahrscheinlicher übertrug sich ihre Grundstimmung. Glücklichsein scheint tatsächlich übertragbar zu sein und ist damit nicht nur ein individuelles Gefühl, sondern wirkt sich auch auf das gesellschaftliche Umfeld aus. Was für ein Glück!
1 James H Fowler and Nicholas A Christakis. Dynamic spread of happiness in a large social network: longitudinal analysis over 20 years in the Framingham Heart Study. BMJ 2008; 337: a2338Hier finden Sie weitere Artikel zu verwandten Themen: |
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