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Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2008/05, S. 7
BittergurkeKein guter Rat für DiabetikerTee trinken statt Medikamente schlucken? Die exotische Bittergurke soll - als Tee getrunken - den Blutzucker senken. Eigenexperimente können jedoch gefährlich werden.
Bei einer Recherche in der medizinischen Literaturdatenbank PubMed Wir warnen davor, den Werbeversprechungen für Bittergurkentee zu vertrauen und Ernährungsempfehlungen5 oder die Therapie mit Arzneimitteln zu vernachlässigen. Der Nutzen blutzuckersenkender Medikamente ist durch Studien belegt. Bittergurkentee eignet sich hingegen grundsätzlich nicht zur Behandlung des Diabetes mellitus: Seine Wirkung auf den Blutzuckerspiegel ist nicht kalkulierbar, weil Dosierung und Inhaltsstoffe überwiegend nicht „standardisiert“ sind, also im Getränk erheblich variieren können. Sollte ein Bittergurken-Präparat auf irgendeinen Bestandteil standardisiert sein, ist aber auch dies nicht hilfreich. Zunächst müsste der gesundheitliche Nutzen des Bestandteils, auf den standardisiert wurde, durch geeignete Studien überprüft sein. Generell fehlen für Bittergurken-Zubereitungen genügend lange Untersuchungen, die belegen, dass Menschen mit Diabetes wirklich von der Bittermelone profitieren. Denn eigentliches Behandlungsziel ist nicht nur, den Blutzuckerspiegel zu senken, sondern auch die Spätfolgen der Diabeteserkrankung wie Augen- oder Nierenschäden zu verhindern! Ein solcher Nutzen ist für die Bittergurke nicht belegt – im Gegensatz zu bewährten Medikamenten. Diabetes ist eine ernste Krankheit, bei deren Behandlung man nicht selbst herumexperimentieren sollte.
Quellen
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