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Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2008/04, S. 8

Kurz und knapp:

Piercing:
Riskante Modewelle

Schwellungen, Blutungen, Infektionen, Allergien, Geweberisse – das sind die Komplikationen, mit denen Männer und Frauen rechnen müssen, wenn sie durch ein Piercing ihren Körper schmücken wollen. Jeder dritte Gepiercte hatte schon einmal mit derartigen Problemen zu tun. Jeder siebte verließ sich dabei nicht auf die Selbstheilungskräfte der Natur, sondern suchte professionelle Hilfe.

Diese Daten stammen aus einer Befragung von über 10.000 erwachsenen Briten, von denen rund 1.000 gepierct waren.3 Bei Frauen zwischen 16 und 24 Jahren ist es sogar jede zweite.

Als besonders risikoreich erwies sich Genitalpiercing, das bei jedem Zweiten Probleme verursachte. Beim Zungenpiercing war jeder Vierte von Komplikationen betroffen, insbesondere von Schwellungen. Die meisten Komplikationen traten nach Nabelpiercings auf. Das wundert allerdings nicht, denn noch vor Nase, Ohr und Zunge ist dies der beliebteste Ort für den verbreiteten Körperschmuck. Ärzte hoffen, dass die Modewelle „Piercing“ bald abflaut, denn bei unzureichender Hygiene können bei diesem Eingriff auch Viren übertragen werden, die AIDS oder Hepatitis verursachen.

 

Quellen
1    Mertz K.J., Weiss H.B.: Am. J. Publ. Health 2008, elektron. vorveröff. am 12. Juni 2008
2    Furian G, Hnatek-Petrak K: Zeitschr. Verkehrsrecht 2006,9,427
3    Bone A. et al.: Br. Med. J. 2008; 336: 1426-8
4    arznei-telegramm 2008, 39, Nr. 6, S. 72
5    www.placebostore.com
6    arznei-telegramm 2008, 39. Nr. 6, S. 69
7    Forschungsreport 1/2008 Hrsg. Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und
      Verbraucherschutz (Heft 37) S. 34 - 38
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