Aktuelle Ausgabe GPSPAbonnierenEinzelpersonen Wer wir sindUnabhängige Information zur Gesundheit: Information pur, ohne Werbung. Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen – Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharma-Dschungel. KarikaturenWas ist dran an den Behauptungen? Lesen Sie Rundum befragt - rundum betreut
Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2008/04, S. 6
Keine VolkskrankheitRestless Legs SyndromManche Krankheiten sind sehr unangenehm, aber zum Glück eher selten. Eine davon ist das Restless Legs Syndrom, der unstillbare Drang, die Beine zu bewegen. Wenn Arzneimittelhersteller dieses Syndrom zur Volkskrankheit aufbauschen, um ihren Umsatz anzukurbeln, gehört das in die Rubrik „Krankheiten erfinden“.
Lassen sich die Ursachen der Erkrankung beheben oder die auslösenden Arzneimittel absetzen, verschwindet auch die Unruhe in den Beinen. Manchmal können Bewegungsübungen oder Verzicht auf Koffein helfen. Bei stark beeinträchtigendem RLS verschaffen manchmal Medikamente Linderung, deren Wirkstoffe sonst gegen die Parkinson-Krankheit eingenommen werden wie Pramipexol (Sifrol®), Ropinirol (Adartrel®) oder das Levodopa-haltige Mittel Restex®. Aber es gibt beträchtliche Nebenwirkungen, beispielsweise Übelkeit bei jedem Dritten bis Fünften. Auch können Pramipexol und Ropinirol die RLS-Beschwerden sogar verschlechtern. Grundsätzlich ist daher die Behandlung durch einen erfahrenen Neurologen zu empfehlen. RLS ist relativ selten, erfährt aber inzwischen starke öffentliche Aufmerksamkeit. Hierzu tragen massive Werbeanstrengungen von Arzneimittelherstellern bei.2 2003 startete der Konzern GlaxoSmithKline (GSK) ausgehend von den USA eine Kampagne, um RLS bekannt zu machen. Es begann mit einer Veröffentlichung, dass Medikamente, die bisher bei der Parkinson-Krankheit angewendet wurden, auch bei RLS helfen. Zwei Monate später folgte die Pressemeldung: Ein „weit verbreitetes“, aber angeblich „verkanntes Restless Legs Syndrom hält Amerikaner nachts wach“. Die Geschichte wurde begierig von den Medien aufgegriffen. Dutzende Berichte in TV und Presse folgten. Der Plan war aufgegangen: Die Krankheit war in das Licht der Öffentlichkeit gerückt. Als später die umfangreiche Medienberichterstattung analysiert wurde, fielen typische Marketingstrategien auf:
Quellen
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Über GPSPGute Pillen - Schlechte Pillen entsteht OHNE EINFLUSS DER PHARMAINDUSTRIE und erscheint OHNE WERBUNG. Mit SucheWeitere SchlagworteAdartrel®ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom)AmitriptylinAripiprazolBuspironClomipraminClozapinDoxepinDuloxetinFluoxetinGlaxoSmithKline (GSK)HaloperidolLithiumMetoclopramidMianserinMirtazapinNatriumoxybatOpipramolPaliperidonParoxetinPatientengruppenPramipexolPramipexolQuetiapinRestex®Restless Legs SyndromRisperidonRopinirolRopinirolSifrol®SulpiridVareniclinVenlafaxinAbo-BereichZuzahlung sparenWenn Sie mit einem Rezept in die Apotheke gehen, müssen Sie in der Regel 5,- € bis 10,- € zuzahlen. Doch es gibt über 11.000 Arzneimittel, für die Sie nichts zuzahlen müssen. Unsere Suchmaschine hilft Ihnen bei der Suche nach zuzahlungsfreien Alternativen.
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