Aktuelle Ausgabe GPSPAbonnierenEinzelpersonen Wer wir sindUnabhängige Information zur Gesundheit: Information pur, ohne Werbung. Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen – Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharma-Dschungel. Karikaturen
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Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2008/03, S. 11
Der Preis wirktTeure Placebos helfen besserViele Menschen sind davon überzeugt, dass teure Arzneimittel besser sind als billige. Es ist schwierig, mit diesem Irrglauben aufzuräumen. Denn wenn man glaubt, dass ein Arzneimittel gut wirkt, dann wirkt es manchmal auch gut. Jedenfalls lindert es die Beschwerden besser als ein Arzneimittel, an das man nicht glaubt.
Die Teilnehmer bekamen zweimal 15 schmerzhafte, aber ungefährliche Stromstöße ans Handgelenk. Zwischen dem ersten und dem zweiten Durchgang erhielten die Versuchspersonen ihre Tablette. 85% der Teilnehmer in Gruppe A („teure“ Tablette) gaben danach bei maximaler Reizung eine deutliche Verminderung des Schmerzes an, aber nur 61% von der Gruppe B (mit der angeblichen Discount-Tablette). Die als teures Schmerzmittel ausgegebene Zuckertablette war also deutlich „wirksamer“ als die angebliche Discount-Version. Erstaunlich ist aber auch, wie „wirksam“ selbst die Discount-Tablette war. Der schmerzlindernde Effekt und speziell der Wirkungsunterschied zwischen „teurer“ und „billiger“ Tablette sind also Placebowirkungen, d.h., sie sind nicht durch tatsächliche Eigenschaften der Substanz, sondern psychologisch zu erklären.
1 Waber, R.L., et al.: JAMA 2008, 299, 1016 |
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