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Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2008/03, S. 4
Allergisches BronchialasthmaHausstaubmilben ist kaum beizukommenIn unseren Matratzen leben üblicherweise mehrere tausend Milben. Das sind sehr kleine Spinnentierchen, die gerade einmal 0,2-0,3 mm groß und daher mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Sie leben auch in Polstermöbeln und Kissen, Teppichen, Plüschtieren u.a. Die Tierchen ernähren sich hauptsächlich von den Hautschuppen, die wir ständig und vor allem beim Schlafen abstoßen.
Da man die Winzlinge nicht los wird, versucht man ihre Zahl wenigstens zu reduzieren, beispielsweise mit speziellen Staubsaugern und Luftfiltersystemen, durch chemische Mittel, die die Milben abtöten sollen (Akarizide), sowie mit milbendichten Bezügen für Matratze und Bettzeug, die die Tierchen und deren Ausscheidungen einhüllen und vom Schlafenden fernhalten sollen. Bereits vor zehn Jahren sind allerdings bei einer systematischen Auswertung von Studien Zweifel aufgekommen, ob solche Maßnahmen tatsächlich Asthmasymptome reduzieren können.(1) Jetzt gibt es eine neue umfangreiche Analyse, in die 54 Studien mit insgesamt 3.000 Patienten mit allergischem Asthma einbezogen waren. Erneut fällt das Ergebnis ernüchternd aus: Weder für die morgendliche Atemfunktion noch für andere Kriterien wie Asthmabeschwerden oder Medikamentenbedarf lässt sich ein Nutzen nachweisen. Der Nutzen blieb aus, obwohl die Menge an Milben und deren Ausscheidungen beispielsweise durch die Spezialbezüge deutlich verringert wurde. Die Ergebnisse sind so eindeutig, dass die Autoren nicht einmal weitere Studien mit ähnlicher Versuchsanordnung für sinnvoll erachten.2,3
Quellen
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