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Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2008/02, S. 9

Kurz und knapp:

Zahnrettung möglich

Mit ziemlicher Sicherheit haben Sie die Zahnbox7 nicht zur Hand, wenn sich der Sohn oder die Enkelin einen Zahn ausschlägt. Der Behälter ist 15 - 20 Euro teuer und hat eine Haltbarkeit von nur drei Jahren. Im Rucksack des Hockey-Trainers oder im Erste-Hilfe-Kasten an Schulen macht die Rettungsbox aber durchaus Sinn.

Denn dass ein Kind sich einen Zahn ausschlägt, ist gar nicht mal selten. Das Wiedereinsetzen durch einen Spezialisten ist möglich, aber nur erfolgreich, wenn die Zahnwurzel nicht länger als 15 bis 30 Minuten trocken lag. Leitungswasser oder Speichel retten sie nicht.

Keinesfalls darf man den Zahn – etwa beim Aufheben – an der Wurzel berühren oder reinigen. Auch Desinfizieren ist schädlich. In der Zahnbox soll er sich 24 bis 48 Stunden halten. Ist diese nicht vorhanden, kann man den Zahn einige Stunden in isotoner Kochsalzlösung (aus der Apotheke) oder in kalter H-Milch aufbewahren.

 

Quellen
1     arznei-telegramm 2008; 39: 42-43
2     Cheblowski, R. et al.: Archives of Internal Medicine, 2008, 168, S. 370
3     Bundesinstitut für Risikobewertung: Stellungnahme Nr. 2/2008
4     arznei-telegramm 2008; 39: 17
5     Zechmeister, I. et al.: HTA-Bericht Nr, 009, Dez. 2007;
       http://eprints.hta.lbg.ac.at/760/2/HTA-Projektbericht_009.pdf . arznei-telegramm 2008; 39: 43
6     Mühlhauser, I., Filz, M., arznei-telegramm 2008, 39: 29-38
7     Dentosafe®, PTA-Forum 9/2008, S. 42
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