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Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2008/01, S. 7
Was man tun und was man lassen sollteUnterkühlung und ErfrierungUnterkühlungen und Erfrierungen sind glücklicherweise relativ selten geworden. Dennoch kann kalte Witterung gefährlich sein, beispielsweise wenn eisiger Wind aufkommt oder man die Entfernung einer Wanderung unterschätzt hat. Obdachlose erleiden auch heute noch bedrohliche Kälteschäden.
Bei oberflächlichen Erfrierungen ist die schlecht durchblutete Haut hell, taub und schmerzt. In diesem Stadium sind meist keine Spätfolgen zu befürchten. Bei schweren Erfrierungen (2. und 3. Grad) verfärbt sich die Haut, sobald sie sich wieder erwärmt, und es bilden sich Blasen. Zerreißen diese, kann es zu sehr unangenehmen Infektionen kommen. Infolge einer Kälteschädigung stirbt schlimmstenfalls sogar Gewebe ab.
Richtige erste HilfeBei leichten Erfrierungen reicht es oft, die erfrorene Körperpartie am eigenen Körper zu wärmen (Hand in die Achselhöhle legen) oder fremde Körperwärme zu nutzen, z.B. den Fuß in die Achselhöhle eines Helfers zu legen. Grundsätzlich soll man durchnässte Kleidung so schnell wie möglich durch trockene ersetzen. Heiße, gezuckerte Getränke (ohne Alkohol!) helfen, sich von innen aufzuwärmen. Außerdem ist es nützlich, unterkühlte Gliedmaßen aktiv zu bewegen. Auch kann es hilfreich sein, das Körperteil in lauwarmes Wasser zu tauchen und nach und nach so viel warmes Wasser zuzugeben, wie der Geschädigte – trotz Schmerzen – aushalten kann oder bis 38 °C erreicht sind. Schwerere Erfrierungen und Unterkühlungen des gesamten Körpers darf man nicht unterschätzen. Es drohen bleibende Schäden und lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen. Bei Verdacht auf schwere Kälteschäden sollte daher so rasch wie möglich ein Arzt geholt werden. Mit Erfrierungen 2. und 3. Grades muss man zur Behandlung ins Krankenhaus.
VorbeugungFür Kinder wie Erwachsene ist eine winddichte und wasserfeste Kleidung, die nicht ein-schnürt, das A und O. Feuchte oder durchgeschwitzte Kleidung sollte gewechselt werden, da sie ihre wärmeisolierende Wirkung verloren hat. Dies gilt erst recht bei starkem Wind. Ein stürmischer Wind von 70 km/h (Windstärke 8) bei nur –6 °C kühlt ebenso stark aus wie –40 °C Kälte bei einer Windgeschwindigkeit von nur 3 km/h (Windstärke 1). Bei starkem Wind oder sehr niedrigen Temperaturen (unter –10 °C), sollte man Ausflüge mit Säuglingen und Kleinkindern vermeiden. Erfrierungen entstehen sehr leicht, wenn die Haut direkten Kontakt mit feuchten oder kalten Gegenständen wie nassen Handschuhen oder Schihelm-Gurten hat. Für längeren Aufenthalt im Freien empfiehlt es sich, ein Reservepaar Socken und ein zweites Paar Fausthandschuhe mitzunehmen – nicht nur für Kinder.
Das sollten Sie lassenMit Schnee abreiben oder massierenDadurch wird dem erfrorenen Körperteil noch mehr Wärme entzogen und das Gewebe stärker geschädigt. Anhauchen der kalten StellenMit der warmen Atemluft gelangt Feuchtigkeit auf die Erfrierung. Die Verdunstungskälte schädigt zusätzlich.
AlkoholHochprozentiges erweitert zwar die Blutgefäße und kann ein Wärmegefühl auslösen. Tatsächlich steigt aber der Wärmeverlust, solange die Umgebungstemperatur niedrig ist.
RauchenNikotin verengt die Blutgefäße und verschlimmert die bestehende Mangeldurchblutung in den unterkühlten Körperteilen noch.
Blasen öffnenDies erhöht die Gefahr einer Infektion, da Bakterien über die dann offene Wundeoberfläche in den Körper gelangen können.
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