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Unabhängige Information zur Gesundheit: Information pur, ohne Werbung. Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen – Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharma-Dschungel. 

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Karikaturen

Was ist dran an den Behauptungen? Lesen Sie Testosteronmangel?

 

Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite.

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Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2007/05, S. 14

Sinnlose Ausgabe

Elektroschockgeräte für zu Hause

ElektroschockgeräteKammerflimmern ist eine Herzrhythmus­störung, bei der das Herz rasend schnell und unkoordiniert arbeitet, aber kein Blut mehr pumpt. Es ist die häufigste Ursache von plötzlichem Herztod. Die Rhythmusstörung kann durch einen elektrischen Stromstoß („Elektroschock“) behoben werden, aber nur in den ersten Minuten nach Beginn des Anfalls. Benötigt wird ein Gerät, der so genannte Defibrillator („Defi“). Die Mitarbeiter auf Intensivstationen, Rettungssanitäter und besonders geschulte Laien können damit umgehen und helfen. Aber solche Defibrillatoren werden in Kaufhäusern und im Internet zum Preis von etwa 1000 € auch für den häuslichen Gebrauch angeboten. Das ist in unseren Augen teuer, sinnlos und gefährlich. Bisher ist nämlich nie nachgewiesen worden, dass die Anschaffung Leben rettet. Angehörige sind – wenn sie überhaupt im richtigen Moment vor Ort sind – im Notfall meist nicht in der Lage, den Defibrillator korrekt zu bedienen. Darüber hinaus sind gefährdete Patienten heute meist mit einem Schrittmacher versorgt, der bei Kammerflimmern auch defibrillieren kann.

Wenn ein Mensch plötzlich kollabiert, keinen Puls hat und aussieht wie tot, sind andere Prioritäten zu setzen: Alarmieren Sie sofort den Notarzt oder Rettungssanitäter (Tel. 112). Beginnen Sie dann sofort mit Herzmassage und unterbrechen Sie diese nicht bis der Rettungswagen eingetroffen ist. Die oft als eklig empfundene Mund zu Mund Beatmung bringt keinen zusätzlichen Nutzen. Das haben japanische Ärzte kürzlich nachgewiesen.1

 

Quelle
1    The Lancet, 2007, 369, 920
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