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Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2007/05, S. 7

Kurz und knapp:

Kein Soja für Säuglinge

BabyBabys, die nicht mehr gestillt werden und Kuhmilchprodukte nicht vertragen, sollten lieber allergenarme (hydrolysierte) Säuglingsmilch auf Kuhmilchbasis erhalten als ein Präparat auf der Basis von Sojaproteinen.5

Sojaprodukte haben normalerweise keine Vorteile, für das Gedeihen von Frühgeborenen sind sie sogar von Nachteil. Und generell ist der Aluminiumgehalt der Sojanahrung zu hoch. Da zudem die Konsequenzen einer Säuglingsernährung, die auf Soja basiert und reich an pflanzlichen Hormonen (Phytoöstrogenen) ist, nicht abschätzbar sind, hat die französische Behörde für Lebensmittelsicherheit einen Schlussstrich gezogen: Sie rät davon ab, Kindern unter 3 Jahren überhaupt Sojapräparate zu geben.6

Es bestehen diverse Vorbehalte gegen die Präparate: Aus tierexperimentellen Befunden ist bekannt, dass Phytoöstrogene die sexuelle Entwicklung, die Fortpflanzungsfähigkeit und die Ausbildung des Immunsystems nachteilig beeinflussen können. Zudem vermögen Phytoöstrogene in die Steuerung der Schilddrüse einzugreifen. Auch gibt es ungeklärte krebsfördernde wie auch krebshemmende Effekte. Ungünstig ist zudem das allergiesierende Potenzial von Soja. Sojapräparate kommen demnach nur ausnahmsweise für Säuglinge in Frage.

 

Quellen
1    Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine, 2007, 161, 792-797
2    Internistische Praxis, 2007, 47, Nr. 3, 671-672
3    British Medical Journal 2007, 334, 1305-1313
4    Bundesinstitut für Risikobewertung, Pressetext 2.7.2007, Chrom (VI) in Lederbekleidung
      und Schuhen zu problematisch für Allergiker!
5    Konsensuspapier. Stellungnahme der Ernährungs­kommission der Deutschen Gesellschaft für
      Kinder- und Jugendmedizin und der Ernährungskommission der Schweizerischen Gesellschaft für
      Pädiatrie; Pediatrica 17, 5, 2006, S. 16.
6    Frau Prof. Sabine Kulling, www.tagesspiegel.de Stichwort: Kulling 2.8.2007

 

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