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Karikaturen

Was ist dran an den Behauptungen? Lesen Sie Testosteronmangel?

 

Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite.

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Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2007/05, S. 6

Kurz und knapp:

Einmal Kaiserschnitt, immer Kaiserschnitt?

Das wird zwar oft so dargestellt, muss aber nicht sein. Und viele Frauen mit Kaiserschnitt möchten beim nächs­ten Kind durchaus ohne Operation auskommen.

Einer britischen Studie zufolge hilft es, beim nächsten Kind einen Kaiserschnitt zu vermeiden, wenn Schwangere gut über Vor- und Nachteile informiert werden und im Gespräch eine begründete Entscheidung treffen können.3 (Reine Information, ohne ausführliches Gespräch reicht nicht.)

Risiken des natürlichen Gebärens sind z.B. Gebärmutterverletzungen oder dass das Kind während der Geburt an Sauerstoffmangel leidet, von Vorteil ist die geringere Infektionsgefahr und ein besseres Atmungsvermögen des Neugeborenen.

GPSP -erinnert daran, dass das Für und wider schon vor der Entscheidung für einen Kaiserschnitt bei der ersten Schwangerschaft berücksichtigt werden sollte, vor allem wenn nicht-medizinische Gründe eine Rolle spielen. Bedeutsam für die ständige Zunahme von Kaiserschnitten sind ein angeblich zu großes Kindsgewicht, terminliche und ökonomische Überlegungen und neuerdings ein zunehmender Erfahrungsmangel mit vaginalen Entbindungen in den Kliniken. In den USA werden 29% der Kinder mit Kaiserschnitt geholt, in Großbritannien sind es 23% und hierzulande mittlerweile auch schon 28%.

 

Quellen
1    Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine, 2007, 161, 792-797
2    Internistische Praxis, 2007, 47, Nr. 3, 671-672
3    British Medical Journal 2007, 334, 1305-1313
4    Bundesinstitut für Risikobewertung, Pressetext 2.7.2007, Chrom (VI) in Lederbekleidung
      und Schuhen zu problematisch für Allergiker!
5    Konsensuspapier. Stellungnahme der Ernährungs­kommission der Deutschen Gesellschaft für
      Kinder- und Jugendmedizin und der Ernährungskommission der Schweizerischen Gesellschaft für
      Pädiatrie; Pediatrica 17, 5, 2006, S. 16.
6    Frau Prof. Sabine Kulling, www.tagesspiegel.de Stichwort: Kulling 2.8.2007

 

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