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Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2007/05, S. 14
Oft reicht einmal täglichKortisoncremes gegen NeurodermitisIn den Gebrauchsanweisungen vieler kortisonhaltiger Cremes steht, dass sie zur Behandlung der Neurodermitis (atopisches Ekzem) mehrfach täglich aufgetragen werden sollen. Dies ist aber oft nicht nötig: Einer Auswertung von elf Studien zufolge kann einmal am Tag völlig ausreichen.1
Wer häufiger und für längere Zeit Kortisonpräparate äußerlich anwendet, erfährt bisweilen die unangenehmen Seiten der Kortikoide. Etwa wenn die Haut dünner und leichter verletzlich wird („Pergamenthaut“). Die hautschädigenden Nebenwirkungen von Kortisoncremes hängen von mehreren Faktoren ab: von der Stärke des enthaltenen Kortikoids, wie häufig und wo das Mittel aufgetragen wird (besonders empfindlich reagiert beispielsweise die Gesichtshaut) und auch davon, ob die Cremes nur ein paar Tage oder Monate lang benötigt werden. Daher ist es üblich, bei längerer Therapie die Verträglichkeit zu verbessern, indem man Kortisoncreme mit wirkstofffreien Cremes (Basiscremes) abwechselt („Tandemtherapie“) oder von Woche zu Woche Kortikoidcreme mit kortikoidfreier Creme abwechselt („Intervalltherapie“). Allgemein gilt: Kortison-haltige Hautpräparate sollen so schwach wie möglich sein und so kurz wie möglich verwendet werden.2 Bei einigen Cremes und Salben mit Kortison, ist bereits in der Gebrauchsanweisung vermerkt, dass sie grundsätzlich nur einmal täglich benutzt werden sollen, beispielsweise bei Methylprednisolonaceponat (Advantan®) oder Mometasonfuroat (Ecural®). Andere Präparate wie Betamethasonvalarat (Betnesol V® u.a.), die laut Beipackzettel häufiger anzuwenden sind, brauchen bei Neurodermitis ebenfalls oft nur einmal täglich aufgetragen zu werden. Was für Sie am besten ist, sollten Sie mit Ihrem Arzt, der die (verschreibungspflichtigen) Cremes und Salben verordnet, besprechen. Beachten Sie aber: Bei mild wirkenden, zum Teil nicht verschreibungspflichtigen Präparaten mit Kortisonabkömmlingen wie Hydrokortison (Soventol® HC u.a.)3 kann es allerdings erforderlich sein, sie mehrmals täglich anzuwenden.
Quellen
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Über GPSPGute Pillen - Schlechte Pillen entsteht OHNE EINFLUSS DER PHARMAINDUSTRIE und erscheint OHNE WERBUNG. Mit SucheWeitere SchlagworteKortisoncremesNeurodermitisNICE (National Institute for Health and Clinical Excellence)PergamenthautAbo-BereichZuzahlung sparenWenn Sie mit einem Rezept in die Apotheke gehen, müssen Sie in der Regel 5,- € bis 10,- € zuzahlen. Doch es gibt über 11.000 Arzneimittel, für die Sie nichts zuzahlen müssen. Unsere Suchmaschine hilft Ihnen bei der Suche nach zuzahlungsfreien Alternativen.
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