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Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite.

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Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2007/05, S. 9

Hormontherapie im Wandel der Zeit

 

1997:

„Wir wollen verhindern, dass das letzte Drittel des Frauenlebens ein einziges Seufzen ist.“

Prof. Dr. Christian Lauritzen, in: Die Woche vom 18.7.1997


2002:

„Wechseljahre sind eine Krankheit und nicht natürlich. Sie sind von Menschenhand gemacht. Frauen wurden um 1897 38 Jahre alt. Eine Hormonersatzbehandlung bedeutet daher eine Zurückversetzung der Frau in ihren „Naturzustand“:

Pressemitteilung, Berufsverband der Frauenärzte Niedersachsen, 2.9.2002


2007:

„Eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung der HRT [Hormonersatztherapie; Anmerkung der Redaktion] muss, wie jede andere Therapieentscheidung auch, gemeinsam mit der Patientin erfolgen.“

Hormonsubstitution, Aktualisierte Empfehlungen, August 2007. In: Frauenarzt 48, 2007, Nr. 8, S. 724
 

 

Aufstieg und Sturz der Hormontherapie

Seit den 1960er Jahren werden Östrogene verordnet, um Beschwerden in den Wechseljahren zu behandeln. Ihr Verbrauch nahm zunächst in den USA und dann in Europa stark zu. Bücher wie „Für immer weiblich“ (“Feminine forever”) trugen dazu bei. Das Werk wurde von Robert A. Wilson 1966 in Kooperation mit einem großen amerikanischen Hormonhersteller verfasst. Studien, die Risiken aufzeigten und mit falschen Versprechungen aufräumten, führten zu einer Abnahme der Verordnungszahlen. Seit 2000 hat sich die Zahl halbiert. Den größten Einschnitt gab es dabei ab 2002, nachdem eine amerikanische Studie zur Frauengesundheit mit über 16 000 Teilnehmerinnen (Women Health Initiative Study, „WHI-Studie“3) abgebrochen wurde, weil die Risiken den Nutzen der Hormontherapie in den Wechseljahren überwogen.

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Gute Pillen - Schlechte Pillen entsteht OHNE EINFLUSS DER PHARMAINDUSTRIE und erscheint OHNE WERBUNG.

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