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Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2007/04, S. 11
Arzneimittel können eine Demenz vortäuschenAchtung NebenwirkungWenn das Gedächtnis deutlich nachlässt und die Orientierung im Alltag immer schwieriger wird, können dies Vorboten einer Alzheimer-Demenz sein. Im Verlauf der Erkrankung geht zunächst das Kurz- und dann zunehmend auch das Langzeitgedächtnis verloren. Als weitere typische Anzeichen einer beginnenden Alzheimer-Erkrankung gelten Aufmerksamkeitsstörungen, Nachlassen des räumlichen Vorstellungsvermögens und der Urteilsfähigkeit. Aber: Das sind nicht zwangsläufig Hinweise auf eine entstehende Demenz. Möglicherweise sind Arzneimittel Auslöser der Probleme.
Übrigens: Patienten über 60 Jahre, die ein Jahr oder länger anticholinerg wirkende Arzneimittel eingenommen hatten, litten in einer Studie fünfmal häufiger unter Alzheimer ähnlichen Symptomen als Menschen, die solche Medikamente nicht benötigten. Die anticholinergen Mittel erhöhen allerdings nicht das Risiko, früh an Alzheimer zu erkranken. Sie haben lediglich ähnlich erscheinende Nebenwirkungen.1 Wenn sich bei über 60-Jährigen Beschwerden wie Gedächtnisstörungen einstellen oder die Aufmerksamkeit abnimmt, ist dringend zu prüfen, ob Arzneimittel die Ursache sein können. Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt sollte kontrollieren, ob die oder der Betroffene anticholinerg wirkende Mittel einnimmt. Ist dies der Fall, empfiehlt es sich, die Medikamente zunächst einmal abzusetzen oder durch ein unverdächtiges Präparat zu ersetzen. Handelt es sich tatsächlich um eine unerwünschte Arzneimittelwirkung, klingen die Symptome, die eine Demenz vortäuschen, dann ab.
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