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Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2007/02, S. 12

Diabetes mellitus:

Zimt und Zucker

In Deutschland werden Zimtkapseln als Mittel gegen Zucker (Diabetes) angepriesen. Die Behörden halten den Verkauf von solchen Nahrungsergänzungsmitteln für illegal.


Zimt und ZuckerZimt ist ein beliebtes Gewürz. Ein Nutzen von Zimt gegen die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) ist jedoch ungewiss. Deshalb gibt es auch keine zugelassenen Zimt-Medikamente gegen Diabetes. GPSP warnte bereits vor den fragwürdigen Versprechen, die Anbieter von Zimtkapseln machen (GPSP 1/2005, S. 11). Inzwischen verdichten sich die Erkenntnisse, dass der Genuss von größeren Mengen Zimt möglicherweise gesundheitsschädlich ist. Bestimmte Sorten (Cassia-Zimt) enthalten viel Cumarin, das die Leber schädigen kann.

Die Arzneimittelzulassungs­behörde BfArM und das Bundes­institut für Risikobewertung (BfR) halten das Anpreisen von Nahrungsergänzungsmitteln mit hochdosiertem Zimt zur Senkung des Blutzuckers bei Diabetikern für illegal. Solche Präparate bedürften einer Zulassung als Arzneimittel.1 Dann müssten die Hersteller jedoch Wirksamkeit und Sicherheit belegen. Davor scheuen sie sich aber offensichtlich.

Diabetiker, die täglich größere Mengen Zimtpulver verzehren oder Zimtpräparate zu sich ­nehmen, ­sollten Produkte meiden, bei denen der Cumarin-Gehalt nicht deklariert ist und daher ein hoher Cumarin-Wert nicht ausgeschlossen werden kann. Dies gilt insbesondere angesichts der nicht hinreichend belegten Wirksamkeit von Zimt gegen Diabetes.

 

Quelle
1    Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Zimtkapseln zur Senkung des Blutzuckers sind Arzneimittel.
      Gemeinsamer Pressedienst von BfArM und BfR, 15. November 2006
 

Gefahr aus dem Internet

In GPSP 6/2006 warnten wir vor Nahrungsergänzungsmitteln aus dem Internet, die verfälscht oder mit Schadstoffen belastet sind. Inzwischen liegen neue Berichte über gefährliche Produkte vor. Auch gefälschte Arzneimittel werden im Internet angeboten.


Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die Warnung vor Lida Kapseln (auch vertrieben als Miaozi und Darling Tian Ran Jian Fei) erneuert.1 Das Nahrungsergänzungsmittel enthält den rezeptpflichtigen Appetithemmer Sibutramin (Reductil®), ohne dass dies auf der Packung angegeben wird. Das Zollfahndungsamt Frankfurt am Main hat bislang mehr als 1,3 Millionen Lida Kapseln sichergestellt.

Auch bei Arzneimitteln ist die Gefahr groß, bei Bezug über das Internet gefälschte Produkte zu erhalten. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA warnte vor kurzem, dass einige verschreibungspflichtige Schlaf- und Beruhigungsmittel, die über das Internet verkauft werden, mit einem stark wirkenden Mittel zur Behandlung der Schizophrenie verunrei­nigt waren.2 Ein deutsches Labor hat jetzt 14 Lieferungen des Haarwuchsmittels Finasterid (Propecia®) überprüft. Die Präparate wurden bei Internet­anbietern bestellt, deren Internet­seiten für Fachleute bereits auf unseriöse Geschäftspraktiken hindeuteten. Sechs Präparate erwiesen sich als Fälschungen: Trotz identischer Wirkstoffbezeichnung oder Handelsnamen stimmten Inhalt und Qualität nicht mit dem Original überein. Alle für diese Untersuchung über das Internet bezogenen Arzneimittel waren illegal. Und nicht nur das: Die Präparate waren zum Teil teurer als in der Apotheke. Vorkasse per Kreditkarte bedeutet zudem ein finanzielles Risiko. Ein Anbieter hielt den reklamierenden Kunden so lange hin, bis es nicht mehr möglich war, das abgebuchte Geld zurückzufordern.3

Das BfArM mahnt, Arzneimittel nur aus seriösen Quellen zu beziehen.4 Dazu gehören auf jeden Fall die deutschen Apotheken.

 

Quellen
1    BfArM: Pressemitteilung vom 11. Dez. 2006: BfArM erneuert Warnung vor LIDA-Schlankheitskapseln
2    FDA News, 16. Febr. 2007
3    Tawab, M. et al.: Pharm. Ztg. 2007; 152: 642-5
4    BfArM: Pressemitteilung vom 5. März 2007: BfArM rät: Internet-Angebote für Arzneimittel sorgfältig prüfen

 

Vorsicht: Gepanschte Produkte aus dem Internet

Detox Peptide, Miaozi, Slim, Qing Zhi
Verbotene und verheimlichte Beimischung des verschreibungspflichtigen appetithemmenden Mittels Sibutramin (Reductil®)
Embrun de mer
Verunreinigung durch Bakterien
Ehanix, Jolexi, Kang Da, Liviro 3, Onyo, Platinum Power 58, Power 58, V.Max, Xox for Men
Verbotene und verheimlichte Beimischung von verschreibungspflichtigen erektionsfördernden Mitteln (Acetildenafil, Aminotadalafil, Sildenafil [Viagra®], Tadalafil, [Cialis®])
Eden Herbal Sleep Ease, Sleepees
Verbotene und verheimlichte Beimischung des verschreibungspflichtigen Schlafmittels Estazolam

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