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Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2007/01, S. 12
Weniger Hormone – weniger Brustkrebs?Hormonpräparate gegen Beschwerden in den Wechseljahren erhöhen das Risiko, an Brustkrebs sowie an Herzinfarkt und Schlaganfall zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kam 2002 eine Studie mit mehr als 16.000 Frauen. Aus diesem Grund haben zwei Drittel der Frauen in den USA Hormone abgesetzt. Möglicherweise eine gute Entscheidung: 2003 gab es gegenüber dem Vorjahr schon 7% weniger Brustkrebs-Neuerkrankungen.
Auch in Deutschland ist ein zeitlicher Zusammenhang zwischen einem Sinken der Brustkrebsrate und dem Abbruch der Hormontherapie zu erkennen. Daten aus dem Saarland und aus Schleswig-Holstein zeigen, dass Brustkrebs seit 1970 zugenommen hat, aber dann von 2003 auf 2004 um 9% zurückgegangen ist.2 In Deutschland wurden die Ergebnisse der großen amerikanischen Studie (siehe Kasten) vor allem durch kritische Mediziner und die Tagespresse bekannt.3 Danach hat auch hierzulande zwischen 2002 und 2003 jede zweite Frau die Einnahme von Östrogen-Gestagen-Kombinationen in den Wechseljahren abgebrochen.4 Das Absetzen von Hormonpräparaten und der Rückgang von Brustkrebs fallen zeitlich zusammen. Dies erlaubt aber keinen zuverlässigen Rückschluss auf einen ursächlichen Zusammenhang. Einiges spricht zwar für die Folgerung „weniger Hormone gleich weniger Krebs“, der endgültige wissenschaftliche Beleg für diese Annahme fehlt allerdings noch.
Quellen
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