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Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite.

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Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2007/01, S. 10

Enzyme aus dem Bosten-Institute

Ein „US Bosten Institute“ wirbt für Produkte mit dem Coenzym Q10. Auf die unlauteren Werbemethoden dieser Briefkastenfirma hat uns ein Leser aufmerksam gemacht.


Die Post lieferte ihm eine wahre Papierflut ins Haus. Darin stand, der Empfänger sei für die Vergabe eines Gewinnes von bis zu 6000 Euro in bar zugelassen. Es folgten Angebote für Salben und Kapseln mit dem „Schutzschild“ Q10, zum „reduzierten Sonderpreis“ von 59,90 Euro. Ein „Gesundheits-Brief“ lieferte angeblich „verlässliche Informationen“ über die Produkte und die Gefahren eines Q10-Mangels. Aber die Werbeaussagen über Q10 als „Jungbrunnen“ sind wissenschaftlich nicht haltbar. Irreführend ist die Behauptung, dass „Coenzym Q 10 ein lebenswichtiger Vitalstoff“ ist, der als Kapseln oder Salbe dem Körper zugeführt werden muss. Es kommt in vielen Nahrungsmitteln vor, beispielsweise in Getreide und Obst und wird vom Körper in ausreichender Menge selbst hergestellt. Mangelerscheinungen sind daher nicht bekannt.

Wer außer Uma und Stanley W. Bosten hinter dem sogenannten „US Bosten Institute“ steckt, bleibt völlig unklar, wissenschaftliche Qualifikationen werden nicht genannt. Mit der US-Stadt Boston hat das Ganze jedenfalls nichts zu tun: Die Postadresse befindet sich in Haan, Nordrhein-Westfalen. Es handelt sich offensichtlich um eine Firma, die mit Nahrungsergänzungsmitteln Geld verdienen will. Solche Angebote sind Abzockerei. Darüber darf man sich auch durch Hinweise auf angeblich besonders günstige Sonderpreise und Gewinnspiele nicht hinwegtäuschen lassen.

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