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Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2007/01, S. 3
Natürlich ist nicht immer sanftLeberschäden durch PflanzenproduktePflanzliche Präparate gelten allgemein als gut verträglich. Dennoch bergen auch sie Risiken – allerdings insgesamt seltener als chemisch produzierte Arzneimittel.Die Risiken pflanzlicher Mittel und die Auslöser unerwünschter Wirkungen abzuschätzen, ist bisweilen kompliziert. Pflanzen und deren Extrakte enthalten eine Vielzahl von Bestandteilen, und die genaue Zusammensetzung ist oft nicht bekannt. Zudem variieren häufig die Inhaltsstoffe. Dies hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel der Anbauregion, dem Wetter und der Erntezeit. Außerdem: Durch großtechnische Verarbeitung und Anreicherung bestimmter Inhaltsstoffe haben die meisten der heute angebotenen Pflanzenprodukte oft wenig mit den traditionell verwendeten Kräutern, Tees oder Tropfen gemein. Das leberschädigende Potenzial von Arzneimitteln wird manchmal erst nach jahre- oder jahrzehntelangem Gebrauch erkannt. Vor allem bei Präparaten, die allgemein als harmlos eingeschätzt werden – und das ist bei pflanzlichen Präparaten meist der Fall – werden Nebenwirkungen spät erkannt. Dies gilt beispielsweise für Leberschäden in Verbindung mit Schöllkraut1,2, Pelargonium-Extrakt (Umckaloabo®)3 und Traubensilberkerze (Cimicifuga).4 Kava Kava-haltige Arzneimittel wurden deshalb sogar verboten (siehe GPSP 2/2006).
Noni umstrittenAuch in Verbindung mit Noni-Säften (aus den Früchten der Morinda citrifolia, auch indischer Maulbeerbaum genannt) sind mehrere Berichte zu Leberschädigungen bekannt geworden. Das zuständige Gremium der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA sieht allerdings „keinen überzeugenden Beweis“ für einen Zusammenhang.5 Angesichts des fraglichen Nutzens von Noni-Zubereitungen halten wir diese ohnehin für entbehrlich. Vor allem wer eine kranke Leber hat, sollte Beipackzettel genau studieren. Meiden Sie generell Produkte, die im Verdacht stehen, das wichtigste Entgiftungsorgan schädigen zu können. Dies gilt auch für pflanzliche Präparate.
Quellen
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Über GPSPGute Pillen - Schlechte Pillen entsteht OHNE EINFLUSS DER PHARMAINDUSTRIE und erscheint OHNE WERBUNG. Mit SucheWeitere SchlagworteBfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)CimicifugaEFSA (European Food Safety Authority)Kava KavaLeberschädenNoni-FrüchteNovel Food(s)PflanzenprodukteUmckaloabo®Abo-BereichZuzahlung sparenWenn Sie mit einem Rezept in die Apotheke gehen, müssen Sie in der Regel 5,- € bis 10,- € zuzahlen. Doch es gibt über 11.000 Arzneimittel, für die Sie nichts zuzahlen müssen. Unsere Suchmaschine hilft Ihnen bei der Suche nach zuzahlungsfreien Alternativen.
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