Aktuelle Ausgabe GPSPAbonnierenEinzelpersonen Wer wir sindUnabhängige Information zur Gesundheit: Information pur, ohne Werbung. Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen – Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharma-Dschungel. Karikaturen
Was ist dran an den Behauptungen? Lesen Sie Testosteronmangel?
Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2006/06, S. 12
Pharmakonzern gründet PatientenorganisationWolf im SchafspelzEine europaweite Organisation will sich für gerechten Zugang zu Krebsmedikamenten einsetzen. Es bestehen jedoch Zweifel, ob das Projekt wirklich vorrangig den Patienten dienen soll. „Cancer United“ wird komplett vom Pharmakonzern Roche finanziert.
Die Kampagne von Cancer United beruft sich auf Ergebnisse einer schwedischen Studie, der zufolge in Europa zu viele Menschen an Krebs sterben, angeblich weil ihnen aus Kostengründen Medikamente vorenthalten werden.2 Diese Behauptung wird aber von vielen Krebsexperten in Frage gestellt.3 Auch die kontinuierlich steigenden Ausgaben für Krebsmedikamente4 stehen der Sparhypothese entgegen. Trotz der Möglichkeiten des großen Konzerns läuft die Werbeaktion nicht so gut an wie geplant. Verschiedene Abgeordnete des Europäischen Parlaments haben Anfragen zur Mitarbeit abgelehnt. Sie bezweifeln, ob es wirklich um die Interessen der Patienten geht.5 Warum steht ein führender Manager des Pharmakonzerns einer Allianz vor, die sich für Krebsmedikamente einsetzt?, wollen sie wissen. Cancer United gehört auch ein Krebsmediziner aus dem schottischen Edinburgh an. Er tut es als „lächerlich“ ab, der Kampagne Werbeabsichten zu unterstellen.6 Eine Journalistin der Zeitung The Guardian hat jedoch herausgefunden, dass dieser Professor selbst Gelder von Roche bezieht. Sponsoring von Patienten- und Selbsthilfegruppen ist in der Regel fest im Werbebudget von Pharmaunternehmen eingeplant. Dass ausgerechnet ein Unternehmen eine „Selbsthilfegruppe“ gründet, lässt nach den wirklichen Beweggründen fragen.
Quellen
|
Über GPSPGute Pillen - Schlechte Pillen entsteht OHNE EINFLUSS DER PHARMAINDUSTRIE und erscheint OHNE WERBUNG. Mit SucheWeitere SchlagworteCancer UnitedKrebstherapiePatientenPatientengruppenPatientenorganisationenRocheWerbungAbo-BereichZuzahlung sparenWenn Sie mit einem Rezept in die Apotheke gehen, müssen Sie in der Regel 5,- € bis 10,- € zuzahlen. Doch es gibt über 11.000 Arzneimittel, für die Sie nichts zuzahlen müssen. Unsere Suchmaschine hilft Ihnen bei der Suche nach zuzahlungsfreien Alternativen.
|