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Was ist dran an den Behauptungen? Lesen Sie Testosteronmangel?
Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2006/03, S. 8
Dr. Rath in Südafrika verurteiltDer umstrittene Vitaminhändler Matthias Rath preist in Südafrika seine Mittelchen zur AIDS-Behandlung an. Nun darf er AIDS-Gruppen, die ihn kritisieren, nicht länger diffamieren.
Die Treatment Action Campaign (TAC), ein Zusammenschluss von AIDS-Betroffenen, Kirchen und Gewerkschaften, hat Jahre dafür gekämpft, dass die südafrikanische Regierung die – in Industrieländern längst übliche – Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten einführt. TAC hatte die Desinformationsstrategien von Rath, die viele AIDS-Kranke verunsichert, scharf kritisiert. Rath antwortete mit polemischen und unwahren Behauptungen und bezeichnete TAC als einen verlängerten Arm der Pharmaindustrie. Hierzulande hat Rath letztes Jahr sogar eine eigene Partei gegründet, um seine zweifelhaften Botschaften zu verbreiten: die Allianz für Gesundheit, Frieden und Soziale Gerechtigkeit (AGFG). Sie dient aber, anders als der Namen nahe legt, offensichtlich hauptsächlich der Propagierung von Raths umstrittenen Vitaminpräparaten, die angeblich viele Krankheiten von AIDS bis Krebs heilen sollen. Die Jugendorganisation der AGFG verbreitet in ihrer Schülerzeitung „viva“ auch hierzulande offensichtliche Unwahrheiten. So wird behauptet, das Gericht in Südafrika habe bestätigt, dass TAC die Demokratie in Südafrika destabilisiere.1 Das liest sich in dem Urteil des Obersten Gerichtshofs allerdings völlig anders: „Die Unterstellung, dass TAC die Demokratie destabilisiert, kann kein aufrichtig denkender Mensch vertreten. [...] Ihr Verhalten bedroht [...] die Sicherheit des Staates nicht, und wenige, wenn überhaupt irgend ein klar denkender Südafrikaner, würde das so sehen.“2
Quellen
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