Aktuelle Ausgabe GPSPAbonnierenEinzelpersonen Wer wir sindUnabhängige Information zur Gesundheit: Information pur, ohne Werbung. Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen – Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharma-Dschungel. Karikaturen
Was ist dran an den Behauptungen? Lesen Sie Testosteronmangel?
Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2006/02, S. 10
Der große Unterschied zwischen Nahrungsergänzungsmitteln und ArzneimittelnKontrolle: Im Gegensatz zu Arzneimitteln bedürfen Nahrungsergänzungsmittel keiner Zulassung, um auf den Markt zu kommen. Wissenschaftliche Studien, die den Nutzen eines Mittels belegen und seine Sicherheit nachweisen, müssen der zuständigen Behörde nicht vorgelegt werden. Dies ist bei uns neuerdings das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Dort muss der Anbieter sein Produkt „anzeigen“. Das heißt konkret nur soviel: Er muss ein Muster des Etiketts, das für das Erzeugnis verwendet werden soll, einschicken und die Lebensmittelüberwachungsbehörden der Bundesländer werden in Kenntnis gesetzt. Punkt.
Einige „sonstige Stoffe“ in NahrungsergänzungsmittelnKräuter- und Pflanzenextrakte
Zum Beispiel Cardio® forteZu den Tricks, mit denen der Verbraucher übers Ohr gehauen wird, gehört nicht nur das große Apotheken-Emblem in der Werbung, sondern auch eine Ziffer, die nach offizieller Registrierung aussieht. In Wirklichkeit handelt es sich bei der Pharmazentralnummer (PZN) nur um eine Kennzeichnung für den Apotheken-Handel, praktisch eine Bestellnummer für diesen Artikel. Sie wird beispielsweise auch für Wattebällchen vergeben. Um eine PZN zu erhalten, muss der Anbieter gerade mal 55 Euro bezahlen.
nach dem Mittel fragt – zum Beispiel auf der Veranstaltung per Telefonanruf. Das funktioniert tatsächlich, denn jeder Artikel mit PZN ist in den Apothekencomputern gelistet. Dass solche Mittel jedoch in der Apotheke geordert werden, ist unwahrscheinlich. Der exorbitante „empfohlene Verkaufspreis“ ermöglicht vor allem eins: das Mittel auf Kaffeefahrten für ein paar hundert Euro weniger und damit als angeblich günstiges „Schnäppchen“ anbieten zu können.
Aktuelle Warnungen vor NahrungsergänzungsmittelnDie kanadische Gesundheitsbehörde warnt vor Schlankheitsmitteln, die im Internet angeboten werden: Emagrece Sim®, auch als brasilianische Diätpille bekannt, und Herbathin® können Wirkstoffe enthalten, die nicht auf den Packungen deklariert sind. Dabei handelt es sich um Stoffe, die verschreibungspflichtig sind und die Müdigkeit oder Erregung, Angst, Depression oder sogar Selbstmordgedanken auslösen und die Reaktionsfähigkeit im Verkehr beeinträchtigen können.
Quellen
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