Aktuelle Ausgabe GPSPAbonnierenEinzelpersonen Wer wir sindUnabhängige Information zur Gesundheit: Information pur, ohne Werbung. Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen – Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharma-Dschungel. Karikaturen
Was ist dran an den Behauptungen? Lesen Sie Testosteronmangel?
Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2006/02, S. 9
„Sonstige Stoffe“ in NahrungsergänzungsmittelnBestenfalls überflüssigViele Menschen meinen, es lohne sich, die Nahrung durch bestimmte Konzentrate oder Mischprodukte zu ergänzen. Bei solchen Nahrungsergänzungsmitteln handelt es sich nicht nur um Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, sondern oft auch um so genannte sonstige Stoffe. Mit solchen häufig zu Phantasiepreisen angebotenen Produkten werden immer wieder Menschen übers Ohr gehauen.
Zum einen sind zusätzliche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente nur für ganz bestimmte Personengruppen notwendig, etwa für Schwangere mit einem erhöhten Folsäurebedarf oder ältere Menschen, die zu wenig frisches Obst und Gemüse essen. Zum anderen gibt es zahlreiche Nahrungsergänzungen, die gänzlich andere Bestandteile enthalten: die sogenannten sonstigen Stoffe. Dazu gehören Kieselerde und Muschelextrakte, Algen, exotische Pflanzen wie Noni und Spezielles vom Tier. Im Angebot sind unter anderem Colostrum Kapseln – gewonnen aus der einschießenden Milch nach dem Kalben der Kuh –, Haifischknorpel-Extrakte und Chitosan-Präparate aus dem Chitinpanzer von Krebsen. Daneben gibt es Produkte mit arzneiähnlichen Namen, wie Coenzym Q 10 (siehe Tabelle Seite 10).
Fehlende KontrolleWährend es für Vitamine und Mineralstoffe immerhin einige EU-weit gültige Regelungen gibt,b sind die „sonstigen Stoffe“ ein großes Problem. Denn weder deutsche noch europäische Gesetze regeln, was genau zu dieser Gruppe gehört und wie der Verbraucher vor gefährlichen Substanzen geschützt werden kann.c Gegenwärtig liegt die Verantwortung beim Anbieter, denn Nahrungsergänzungsmittel sind laut Gesetz Lebensmittel (siehe Kasten). Sie werden nur stichprobenartig geprüft oder falls ein Verdacht aufkommt. Schon mehrfach musste das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Öffentlichkeit warnen, etwa vor Gesundheitsschäden durch Kava-Kava (siehe Kasten), das die Leber angreifen kann,d Ephedra-Kraut (Meerträubel), das wegen seiner anregenden Wirkung zu erhöhtem Blutdruck, Herzrhythmusstörungen und Krämpfen führen kann,e oder AFA-Algen, die durch Verunreinigungen die Leber schädigen können.f Trotz solcher Gefahren dürfen die „sonstigen Stoffe“ bis Ende 2009 noch in Nahrungsergänzungsmittel gerührt werden. Die Preise sind zum Teil reine Phantasie. So wird im Internet das Mittel Cardio® forte für 1489 Euro angeboten. Dieser Name und die Symbolik suggerieren eine herzstärkende Wirkung und könnte ebensogut die Bezeichnung eines Arzneimittels sein. Mit der Angabe einer PZ-Nummer (PZN) werden viele Menschen ausgetrickst, kritisierte die Verbraucher-Zentrale Thüringeng (siehe Kasten Seite 10).
Quellen
|
Über GPSPGute Pillen - Schlechte Pillen entsteht OHNE EINFLUSS DER PHARMAINDUSTRIE und erscheint OHNE WERBUNG. Mit SucheWeitere SchlagworteAbnehmenBundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)Cardio® forteKava KavaLeberschädenNahrungsergänzungsmittelNahrungsergänzungsmittelNahrungsergänzungsmittelPZNSchlankheitsmittelVerbraucherschutzAbo-BereichZuzahlung sparenWenn Sie mit einem Rezept in die Apotheke gehen, müssen Sie in der Regel 5,- € bis 10,- € zuzahlen. Doch es gibt über 11.000 Arzneimittel, für die Sie nichts zuzahlen müssen. Unsere Suchmaschine hilft Ihnen bei der Suche nach zuzahlungsfreien Alternativen.
|