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Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Gute Pillen - Schlechte Pillen: 2005/01, S. 9
Preiswerte Arzneimittel:Generika lohnen sichRatiopharm – wer kennt den Namen nicht? Kaum ein anderer Hersteller hat sich in so kurzer Zeit mit großem Werbeaufwand auf den Medikamentenmarkt gedrängt. Ratiopharm ist ein typischer Hersteller von Generika. Davon gibt es viele: Hexal, Stada und ct gehören ebenfalls zu den Marktführern. Doch was sind Generika genau? Und kann man sie bedenkenlos nehmen?
Wenn ein neues Medikament auf den Markt kommt, ist es normalerweise durch ein Patent geschützt. Der „Erstanbieter“ verkauft das „Original”-Arzneimittel, das mit einem Fantasienamen versehen und beworben wird. Läuft der Patentschutz nach einigen Jahren aus, darf das Medikament auch von anderen Herstellern angeboten werden. Diese Mittel werden dann als Generika bezeichnet. Sie enthalten den gleichen Wirkstoff und die gleiche Wirkstoffmenge wie das Original und werden daher auch als Nachahmerarzneimittel oder salopp als Kopien bezeichnet.
Kein Patent hält ewigGenerika sind fast immer preiswerter als das Medikament des Erstanbieters (s. auch „Der aktuelle Preisvergleich”, Seite 3). Im Gegensatz zu den Fantasienamen der Erstprodukte wie z.B. Aspirin® (Wirkstoff Acetylsalicylsäure) oder Benuron® (Wirkstoff Paracetamol) besteht die Bezeichnung eines Generikums üblicherweise nur aus dem Namen des Wirkstoffes und der Angabe des Herstellers, z.B. „Paracetamol Hexal®“. Bisweilen werden auch Abkürzungen verwendet, z.B. „ASS AL®“, ASS steht für den Wirkstoff Acetylsalicylsäure und AL für die Firma Aliud. Die größten und bekanntesten Hersteller von Generika sind die Firmen Ratiopharm, Hexal und Stada. Sie haben in Deutschland innerhalb weniger Jahrzehnte erhebliche wirtschaftliche Bedeutung erlangt. So rangierten Ratiopharm und Hexal im Jahr 2004 hinter den multinationalen Konzernen Sanofi-Aventis und Pfizer auf Rang drei und vier der umsatzstärksten Pharmahersteller. Stada lag auf Rang 15.
Der Name ist Schall und RauchEs gibt eine große Zahl von Generika-Anbietern. Das täuscht jedoch, denn oft befinden sich verschiedene Firmen unter einem Dach. So gehört nicht nur Ratiopharm zum Merckle-Konzern, sondern auch AbZ Pharma, ct-Arzneimittel, Diabetylin und Ribosepharm. Die großen Generika-Anbieter haben ihrerseits „Ableger” gegründet, die ebenfalls Generika anbieten: Bei Ratiopharm ist dies AbZ Pharma. Bei der Hexal AG, die Anfang 2005 an den Schweizer Konzern Novartis verkauft worden ist, heißt der Ableger 1A-Pharma, und bei der Stada AG ist es die Aliud GmbH. In Deutschland muss der tatsächliche Produzent eines Arzneimittels leider nicht auf der Packung angegeben werden. Wäre eine solche Kennzeichnung Pflicht, könnte man sofort erkennen, dass viele Präparate in Wirklichkeit vom selben Hersteller stammen. Dies würde die Entscheidung für ein preiswertes Produkt erleichtern.
Namen sind Schall und RauchDer Markenname sagt nichts über die Qualität aus. Generika sind gleichwertig mit den Originalpräparaten. Bedingung für die Zulassung durch die Behörden sind: Hier finden Sie weitere Artikel zu verwandten Themen:
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