7. November 2016

Zu hoch, normal, zu niedrig

Was Laborwerte verraten

Ohne Labortests geht es oft nicht: Sie helfen Ärzten und Ärztinnen bei der Diagnose und Behandlung. Regelmäßig wird man als Patient mit Laborbefunden konfrontiert und erfährt, dass ein Wert zu hoch oder zu niedrig ist. Doch was steckt hinter diesen Befunden?

Wer mit Beschwerden zum Arzt geht, wird meist mehr oder weniger ausführlich befragt und körperlich untersucht. Dann folgen oft „apparative“ Untersuchungen wie Ultraschall, Röntgen, Lungenfunktionstests oder Endoskopie – und oft auch Labortests.

Wichtige Indizien
Viele Krankheiten gehen einher mit veränderten biochemischen Vorgängen im Körper. Labormessungen können deshalb helfen, die aktuelle Situation einzuschätzen oder eine Prognose zu stellen, etwa bei erhöhtem Blutzuckerspiegel. Zum Beispiel: Ist der Wert so hoch, dass ein Arzneimittel nötig ist, oder reichen erst einmal Ernährungs- und Verhaltensänderungen aus? Wichtige Hinweise geben Laborwerte auch auf die Vorgeschichte von Beschwerden. Beispielsweise kann geprüft werden, ob man eine bestimmte Infektionskrankheit schon durchgemacht hat, wie etwa Hepatitis B. In diesem Fall wäre es sinnlos, dagegen zu impfen.

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