1. Februar 2016

Ungebremste Quacksalberei

Frischzellen für und gegen fast alles

© Elke Brüser
© Elke Brüser

Die US-amerikanische Kontrollbehörde,1 die sich um Infektionskrankheiten kümmert, bringt es auf den Punkt: Es gibt keine Belege, die die vielfältigen Wirkbehauptungen für Frischzellen stützen. Erhebliche Risiken sind jedoch bekannt, darunter lebensbedrohliche allergische Reaktionen, Infektionen, Lähmungen und Tod.2 Die in den 1930er Jahren von einem Schweizer Arzt erfundene Methode sollte eigentlich längst Medizingeschichte sein.

Stattdessen propagieren bis heute manche Therapeuten die Frischzellen ungehindert als Kur gegen Alterserscheinungen und Verschleißkrankheiten, gegen sexuelle Probleme, Depressionen und vieles Andere. Dazu werden frisch gewonnene, verquirlte (homogenisierte) Zellen oder Zellbruchstücke, die oft von Schafen oder deren ungeborenem Nachwuchs (Föten) stammen, in den Gesäßmuskel gespritzt.

Mehr dazu im Heft GPSP 1/2016


  • Cholesterin nicht dämonisieren

    Wie stark beeinflussen Blutfettwerte das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall? Und wann kann es sinnvoll sein, bei erhöhtem Cholesterinspiegel einen Lipidsenker einzunehmen?

  • Schluss mit dem Minutentakt

    Mehr als zehn Jahre lang wurde um ihn gerungen. Jetzt endlich kommt der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff. Davon profitieren vor allem Demenzkranke und andere Menschen mit geistigen Behinderungen oder psychischen

  • Werbung – Aufgepasst!

    Mit einem Malbuch für Kinder wirbt das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim für sein neues Abführmittel „Dulcolax® NP Kinder“.1 Die Geschichte darin:

  • Kein Brief mit sieben Siegeln

    Arztberichte werden in medizinischer Fachsprache formuliert. Nur so können Ärzte und Ärztinnen präzise den Gesundheitszustand ihrer Patienten und Patientinnen dokumentieren und sich austauschen.

  • Unschlagbares Cortison

    Cortison wird seit mehr als 70 Jahren vielfältig und wirkungsvoll zur Behandlung von Entzündungen eingesetzt, oft sogar lebensrettend, etwa bei einem allergischen Schock.

  • Wechseljahre: Verborgene Probleme

    Während der Wechseljahre produziert der weibliche Körper weniger Östrogene. Das macht nicht nur die Gesichtshaut dünner und spröder. Auch die Schleimhaut der Scheide wird weniger durchblutet,

GEPANSCHTES

Gepanschtes-Button-B272px

Heft-Archiv


Ausgabe 2017/01




Geschenk-Abo

GPSP_Geschenk-Abo_2015-300px

Spenden

Unsere Informationen gefallen Ihnen?
SpendenWenn Sie Gute Pillen – Schlechte Pillen mit einer Spende unterstützen, hilft uns das, unabhängig und werbefrei zu sein. GPSP ist gemeinnützig. Spenden sind steuerlich absetzbar: Spendenportal.de