19. September 2016

Roter Reis

Nahrungsergänzungsmittel mit Rotschimmelreis werden als „natürliche Cholesterinsenker“ angeboten. In GPSP 3/2016 hatten wir vor diesen Produkten gewarnt und darauf hingewiesen, wie mangelhaft der behördliche Schutz der Verbraucher ist. Immerhin: Die oberste Arzneimittelbehörde in Deutschland warnt nun deutlich vor den Gesundheitsgefahren durch roten Reis.1

© Thomas Kunz
© Thomas Kunz

Roter Reis enthält unter anderem den cholesterinsenkenden Wirkstoff Monacolin K, der chemisch identisch mit dem rezeptpflichtigen Medikament Lovastatin ist. Dieses ist unter anderem deshalb verschreibungspflichtig, weil es als Cholesterinsenker nicht für jeden geeignet ist. Die Risiken durch roten Reis sind bekannt: Gefahren für Nieren und Leber, Muskelschäden, auch schwere Hautreaktionen wurden berichtet.

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