20. Februar 2017

Noch gesund oder schon krank?

Wenn Grenzwerte immer niedriger werden

© Gina Sanders/ fotolia.com
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Für die Diagnose einer Erkrankung sind häufig auch Messwerte wichtig. Die Grenzen, ab denen Werte als krankhaft gelten, sind in den letzten Jahren in vielen Fällen gesenkt worden. Ob der Patient oder die Patientin tatsächlich davon profitiert, ist aber oft fraglich.

Im Idealfall wäre es ganz einfach: Innerhalb eines bestimmten Bereichs von Blutdruck, Blutzucker oder Körpergewicht ist ein Mensch gesund, bei Abweichungen eindeutig krank. Und wenn die Werte wieder auf das „normale“ Niveau gebracht werden, kann nichts mehr passieren.

Das Leben ist jedoch deutlich komplexer: Viele Laborwerte zeigen nicht eindeutig eine Krankheit an, sondern sind sogenannte Risikofaktoren (GPSP 6/2016, S. 4). So steigt mit zunehmendem Blutdruck oder bei erhöhten Blutzuckerwerten die Wahrscheinlichkeit, in der Zukunft einen Schlaganfall zu bekommen – oder dass die Niere oder die Netzhaut des Auges Schaden nimmt.

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