12. Mai 2016

Lässt sich das Demenzrisiko senken?

Langzeitstudie aus den USA macht Hoffnung

© Dmitry Berkut – istock.com
© Dmitry Berkut – istock.com

Weltweit ist Demenz, meist in Form der Alzheimer-Krankheit, die häufigste Ursache von Pflegebedürftigkeit im Alter. Mit ständig steigender Lebenserwartung, so die Prognosen von Experten, nähmen deshalb Demenzerkrankungen zu, inklusive der Belastungen für Angehörige und der Betreuungskosten. Die Angst, selbst an Demenz zu erkranken oder einen Angehörigen lange pflegen zu müssen, ist weit verbreitet. Aber möglicherweise kommt es nicht ganz so schlimm, lässt eine aktuelle Veröffentlichung hoffen.

In den letzten Jahren gab es bereits in einigen Studien Hinweise, dass Demenzerkrankungen abnehmen. Aber entweder konnten die Studien diese Tendenz nicht statistisch sichern oder sie waren methodisch zweifelhaft. Denn wenn es um Tendenzen geht, muss man für eine zuverlässige Aussage eine größere Personengruppe über Jahrzehnte kontinuierlich untersuchen – ein sehr aufwendiges und kostspieliges Unterfangen.

Aufsehen erregte deshalb jüngst eine Veröffentlichung aus der US-amerikanischen Framingham-Langzeitstudie (siehe Kasten, S. 26).1 Diese 1948 in Framingham begonnene Studie untersucht seit Jahrzehnten die Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Seit 1975 wird zusätzlich das geistige Leistungsvermögen mit detaillierten Fragebögen und speziellen psychologischen Tests fortlaufend erfasst. Wenn sich dabei Hinweise auf eine beginnende Demenz oder eine geistige Beeinträchtigung andeuteten, hat man die Testpersonen zu weiteren Spezialuntersuchungen eingeladen. Jedem Verdacht auf erste Demenzsymptome wurde intensiv nachgegangen, das heißt Experten haben die Daten von betroffenen Männern und Frauen individuell analysiert und bewertet.

Mehr dazu im Heft GPSP 3/2016


  • Der perfide Zwilling

    Der Placebo-Effekt ist in der Medizin schon lange bekannt – und er hat durchaus seine guten Seiten.

  • Rezeptpflicht nötig

    Für viele Eltern ist es sicher unvorstellbar, ihrem kleinen Kind ein Medikament zu geben, damit es einschläft.

  • Weihnachtswünsche

    Wir wünschen allen GPSP-Leserinnen und Lesern eine schöne Weihnachtszeit und ein gesundes neues Jahr…

  • Antidepressiva und Selbsttötung

    Ging bei der Zulassung von Antidepressiva aus der Wirkstoffgruppe der SSRI alles mit rechten Dingen zu?

  • Pfeiffersches Drüsenfieber

    Wer kennt das nicht: Die Glieder tun weh, der Rachen ist entzündet, und zu allem Übel kommen auch noch Fieber, geschwollene Lymphknoten und womöglich Schmerzen im Hals- und Nackenbereich dazu.

  • Oh, schon Nikolaus …

    Haben Sie immer noch keine Ideen, was Sie all denen schenken, die Ihnen lieb und teuer sind? Wir hätten da einen gesunden Tipp: Wie wäre es mit einem Geschenk-Abo von Gute Pillen - Schlechte Pillen?

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