20. Juni 2016

Insuline

Medikamente ohne Alternative

© GPSP
© GPSP

Im engen Wortsinn ist Insulin natürlich keine „gute alte Pille“, denn es wird unter die Haut gespritzt. Doch als Arzneimittel, das seit Jahrzehnten unzählige Menschenleben gerettet hat, gehört es in diese Serie von GPSP. Insulin ersetzt bei Zuckerkranken ein ganz oder teilweise fehlendes lebenswichtiges Stoffwechselhormon.

Als der Kanadier Theodore Ryder 1993 im Alter von 76 Jahren starb, ging er in die Medizingeschichte ein. Denn er war als Fünfjähriger an einer jugendlichen Form der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ 1) erkrankt – damals mit einer kurzen Lebensspanne verbunden und ein sicheres Todesurteil. Bei Ryder hatte die Bauchspeicheldrüse die Fähigkeit verloren, das Stoffwechselhormon Insulin herzustellen (siehe Kasten). Ein Überleben ist dann nur möglich, wenn der Mangel von außen kompensiert wird.

Dem jungen kanadischen Medizinforscher Frederick Banting war es 1921 gelungen, Insulin aus der Bauchspeicheldrüse von Hunden zu isolieren. Sein älterer Kollege John J. R. Macleod sorgte dafür, dass es in gereinigter Form Menschen gespritzt werden konnte. Und Theodore Ryder: Er gehörte zu den ersten Patienten, die damit behandelt wurden – noch dazu besonders erfolgreich. Dafür erhielten beide Ärzte später den Nobelpreis.

Mehr dazu im aktuellen Heft


  • Der perfide Zwilling

    Der Placebo-Effekt ist in der Medizin schon lange bekannt – und er hat durchaus seine guten Seiten.

  • Rezeptpflicht nötig

    Für viele Eltern ist es sicher unvorstellbar, ihrem kleinen Kind ein Medikament zu geben, damit es einschläft.

  • Weihnachtswünsche

    Wir wünschen allen GPSP-Leserinnen und Lesern eine schöne Weihnachtszeit und ein gesundes neues Jahr…

  • Antidepressiva und Selbsttötung

    Ging bei der Zulassung von Antidepressiva aus der Wirkstoffgruppe der SSRI alles mit rechten Dingen zu?

  • Pfeiffersches Drüsenfieber

    Wer kennt das nicht: Die Glieder tun weh, der Rachen ist entzündet, und zu allem Übel kommen auch noch Fieber, geschwollene Lymphknoten und womöglich Schmerzen im Hals- und Nackenbereich dazu.

  • Oh, schon Nikolaus …

    Haben Sie immer noch keine Ideen, was Sie all denen schenken, die Ihnen lieb und teuer sind? Wir hätten da einen gesunden Tipp: Wie wäre es mit einem Geschenk-Abo von Gute Pillen - Schlechte Pillen?

GEPANSCHTES

Gepanschtes-Button-B272px

Heft-Archiv


Ausgabe 2018/01




AKTION

AKTION 1000 neue Abonnenten

Spenden

Unsere Informationen gefallen Ihnen?
SpendenWenn Sie Gute Pillen – Schlechte Pillen mit einer Spende unterstützen, hilft uns das, unabhängig und werbefrei zu sein. GPSP ist gemeinnützig. Spenden sind steuerlich absetzbar: Spendenportal.de