21. November 2016

Gut informiert sein

Warum zuverlässige Patientenleitlinien bei medizinischen Entscheidungen helfen

Muss ich mich als Patient blind darauf verlassen, was meine Ärztin oder mein Arzt empfiehlt? Und kann ich dem glauben, was ich in Zeitschriften und Internet zu meiner Erkrankung finde? Wir haben Corinna Schaefer vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin gefragt, wie Patientenleitlinien entstehen und warum sie im Gespräch mit Ärzten nützlich sind.

GPSP: Was muss man sich eigentlich unter Patientenleitlinien vorstellen?

Corinna Schaefer: Wir wollen darin die wichtigen Empfehlungen und Inhalte von hochwertigen ärztlichen Leitlinien für Patienten in verständlicher Form übertragen. Die ärztlichen Leitlinien arbeiten das medizinische Wissen zu einer Erkrankung gründlich auf, also zum Beispiel, wie gut der Nutzen für ein bestimmtes Arzneimittel mit Studien belegt ist, und was wir über mögliche Risiken wissen. Dazu kommt bei hochwertigen Leitlinien immer ein Team aus vielen verschiedenen Fachrichtungen zusammen. Das sind nicht nur Ärzte, sondern auch andere Gesundheitsberufe, zum Beispiel Physiotherapeuten oder Psychologen, die mit der Erkrankung zu tun haben und ihre praktischen Erfahrungen einbringen. Aus dem Ganzen entwickelt das Leitliniengremium dann konkrete Empfehlungen, zum Beispiel für die Auswahl der Medikamente, oder welche diagnostischen Maßnahmen sinnvoll sind.

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  • Bunte Überraschungen

    Wenn der Urin plötzlich rot oder braun aussieht, kann das einen schon ziemlich erschrecken. Es ist aber manchmal harmlos, denn bestimmte Arzneimittel oder Nahrungsmittel können die schlichte Erklärung dafür sein.

  • Gute alte Pillen:

    Ibuprofen ist hierzulande einer der meistverschriebenen Wirkstoffe gegen Schmerz und Entzündung. In rezeptfreien Versionen ist er sogar der meistverkaufte. Ein guter Grund, den Stoff in der GPSP-Serie

  • Mehr unverzerrtes Wissen

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  • Zugelassene Mittel nicht immer wirksam

    Pflanzliche und homöopathische Medikamente sind in einigen Verbraucherkreisen sehr beliebt, gelten sie doch als wirksame und „sanfte“ Mittel. Schonend ist aber vor allem der Umgang der Zulassungsbehörden mit diesen

  • Glosse:

    Das ist doch mal eine supergute Nachricht in Sachen Gesundheitsinformation: Unser aller Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, also das BfArM, „ist ab heute mit eigenem Kanal bei Twitter aktiv“.

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