8. Mai 2017

Glosse:

Gut geschmiert

© slaedo/ fotolia.com
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Jeder kann kaufen, was er will! Wir reden hier nicht von Waffen oder illegalen Drogen, sondern von Nahrungsergänzungsmitteln – und das sind Lebensmittel. Insofern, warum sollen nicht deutsche Verbraucher und Verbraucherinnen für round about 40 Millionen Packungen von „irgendwas mit Magnesium“ Geld ausgeben dürfen. Also, um es korrekt zu apostrophieren und konkret zu machen: Zwei Nasen teilen sich hierzulande pro Jahr eine Packung, vom Säugling bis zum Greis – mal rein statistisch gesehen. Die sechs Millionen Packungen, die alljährlich in Apotheken als richtige, wirksame Arzneimittel bei nachgewiesenem Magnesium­mangel über den Ladentisch gehen, sind da übrigens nicht mitgezählt.

Eines der Leiden, gegen das Magnesiumpräparate nützen sollen, sind Wadenkrämpfe (GPSP 5/2014, S. 10). Wie jedoch der weiße Stoff, den manche nur in der Variante Magnesia als Hilfsmittel für die Beherrschung von Reckstange oder Kletterwand kennen, bei Wadenkrämpfen helfen kann, bleibt sein Geheimnis.

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    Können einzelne Nährstoffe bei Rücken- oder Nervenschmerzen helfen? Das behauptet zumindest der Anbieter von Keltican® forte. Auch wenn man meinen könnte, es handle sich dabei um ein Medikament, ist dem nicht so. Rückenschmerzen sind weit verbreitet, unangenehm und mitunter enorm belastend. Wer Hilfe verspricht, kann daher mit Abnehmern für sein Therapieangebot rechnen.

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    Wer ein Statin-Medikament zur Cholesterinsenkung einnehmen muss, klagt manchmal über Muskelbeschwerden.

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