8. Mai 2017

Glosse:

Gut geschmiert

© slaedo/ fotolia.com
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Jeder kann kaufen, was er will! Wir reden hier nicht von Waffen oder illegalen Drogen, sondern von Nahrungsergänzungsmitteln – und das sind Lebensmittel. Insofern, warum sollen nicht deutsche Verbraucher und Verbraucherinnen für round about 40 Millionen Packungen von „irgendwas mit Magnesium“ Geld ausgeben dürfen. Also, um es korrekt zu apostrophieren und konkret zu machen: Zwei Nasen teilen sich hierzulande pro Jahr eine Packung, vom Säugling bis zum Greis – mal rein statistisch gesehen. Die sechs Millionen Packungen, die alljährlich in Apotheken als richtige, wirksame Arzneimittel bei nachgewiesenem Magnesium­mangel über den Ladentisch gehen, sind da übrigens nicht mitgezählt.

Eines der Leiden, gegen das Magnesiumpräparate nützen sollen, sind Wadenkrämpfe (GPSP 5/2014, S. 10). Wie jedoch der weiße Stoff, den manche nur in der Variante Magnesia als Hilfsmittel für die Beherrschung von Reckstange oder Kletterwand kennen, bei Wadenkrämpfen helfen kann, bleibt sein Geheimnis.

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  • Helicobacter pylori

    Der australische Arzt Barry Marshall schluckte 1984 eine ordentliche Portion Helicobacter-Bakterien. Damit verpasste er sich eine Magenschleimhautentzündung, die er mit Antibiotika rasch wieder kurieren konnte. Zusammen mit seinem Kollegen Warren schrieb er Medizingeschichte.1 Denn sein Selbstversuch hatte bewiesen, was Wissenschaftler bis dahin für unmöglich gehalten hatten: In der Magenwand können Bakterien siedeln und Schaden anrichten. Marshalls Bakterientrunk aus dem Reagenzglas hatte also einen ganz wichtigen Auslöser der Gastritis entlarvt.

  • Herz-Check

    Wenn ein Leistungssportler im Wettkampf oder beim Training zusammengebrochen ist und nicht überlebte, erfährt man davon in den Medien.

  • Zu viel, zu wenig, nicht geschüttelt

    Sind Kinder krank, wird es für Eltern immer anstrengend. Sie sind besorgt, müssen trösten und beruhigen, nachts Wärmflaschen füllen, Fieber messen und zwischendurch

  • Schreibaby-Probleme

    Wenn Säuglinge weinen, ist das ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Manche Babys schreien oft stundenlang, obwohl alles in Ordnung scheint.

  • Nährstoffe für den Rücken?

    Können einzelne Nährstoffe bei Rücken- oder Nervenschmerzen helfen? Das behauptet zumindest der Anbieter von Keltican® forte.

  • Muskelschmerzen durch Statine

    Wer ein Statin-Medikament zur Cholesterinsenkung einnehmen muss, klagt manchmal über Muskelbeschwerden.

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Ausgabe 2017/04




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