11. September 2017

Gepanschtes: Kriminell

Vier auf einen Streich

©Elke Brüser, aufgenommen im La Volerie des Aigles/Frankreich
© Elke Brüser, aufgenommen im La Volerie des Aigles/Frankreich

Weil eine Frau durch ein angeblich traditionelles Kräutermittel schwer geschädigt wurde, warnte eine Internetplattform aus Singapur vor dem Produkt „PHQ 1001 Khasiat Penawar Herba Qaseh Serata Herb“, das tatsächlich „starke westliche Arzneistoffe“ enthält.1 Das so genannte Kräutermittel wird unter anderem gegen Schmerzen, Impotenz, Nierenerkrankung und Schlaganfall propagiert. Die ältere Frau hatte es gegen ihre Schmerzen eingenommen.

Dass die Beschwerden unter der Einnahme des Produkts erstaunlich rasch abklangen, überzeugte sie von dem angeblich harmlosen „traditionellen“ Mittel und sie schluckte es anschließend längere Zeit. Währenddessen nahm sie rasch zu und ihr Gesicht rundete sich zu einem Mondgesicht – typische Anzeichen für unerwünschte Folgen der langzeitigen Einnahme eines Kortisonpräparats. Dazu passt auch, dass ihr Arzt eine Diabeteserkrankung feststellte. Auffällig war schließlich: Bekannten, denen sie das Produkt empfohlen hatte, nahmen ebenfalls an Gewicht zu.

Mehr dazu im aktuellen Heft


  • Besser informiert, besser entscheiden

    Das Paul-Ehrlich-Institut ist die deutsche Kontrollbehörde für Impfstoffe.

  • Der perfide Zwilling

    Der Placebo-Effekt ist in der Medizin schon lange bekannt – und er hat durchaus seine guten Seiten.

  • Rezeptpflicht nötig

    Für viele Eltern ist es sicher unvorstellbar, ihrem kleinen Kind ein Medikament zu geben, damit es einschläft.

  • Weihnachtswünsche

    Wir wünschen allen GPSP-Leserinnen und Lesern eine schöne Weihnachtszeit und ein gesundes neues Jahr…

  • Antidepressiva und Selbsttötung

    Ging bei der Zulassung von Antidepressiva aus der Wirkstoffgruppe der SSRI alles mit rechten Dingen zu?

  • Pfeiffersches Drüsenfieber

    Wer kennt das nicht: Die Glieder tun weh, der Rachen ist entzündet, und zu allem Übel kommen auch noch Fieber, geschwollene Lymphknoten und womöglich Schmerzen im Hals- und Nackenbereich dazu.

GEPANSCHTES

Gepanschtes-Button-B272px

Heft-Archiv


Ausgabe 2018/01




AKTION

AKTION 1000 neue Abonnenten

Spenden

Unsere Informationen gefallen Ihnen?
SpendenWenn Sie Gute Pillen – Schlechte Pillen mit einer Spende unterstützen, hilft uns das, unabhängig und werbefrei zu sein. GPSP ist gemeinnützig. Spenden sind steuerlich absetzbar: Spendenportal.de