9. Januar 2017

Cholesterin nicht dämonisieren

Warum das Risiko für Herzinfarkt nicht nur ein Frage von Blutfettwerten ist

fotolia_67703499_300
© momius/ fotolia.com

Wie stark beeinflussen Blutfettwerte das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall? Und wann kann es sinnvoll sein, bei erhöhtem Cholesterinspiegel einen Lipidsenker einzunehmen? Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort – deshalb müssen Arzt und Patient die jeweilige Gefährdung und mögliche Behandlungsoptionen besprechen. Das betont der Allgemeinmediziner Norbert Donner-Banzhoff, mit dem wir über diese Fragen gesprochen haben.

GPSP: Immer wieder hört man die Behauptung, dass erhöhte Cholesterinwerte gar nicht gefährlich, sondern ein Marketing-Instrument der Pharmaindustrie sind. Woher kommen solche Ideen?

Donner-Banzhoff: Mehrfach gab es große Kampagnen, die einseitig die Gefährlichkeit des Cholesterins betont haben. Daraus wurden dann unnütze und schädliche Empfehlungen abgeleitet. Ärzte haben zum Beispiel älteren Frauen gesagt: „Ihr dürft keine Eier mehr essen“. Oder es wurden bei leicht erhöhtem Cholesterinspiegel grundsätzlich Arzneimittel verordnet. Natürlich steckten da auch kommerzielle Interessen von Pharmafirmen dahinter. Mittlerweile betrachten wir das Ganze jedenfalls deutlich differenzierter.

Mehr dazu im aktuellen Heft


  • Kopfschmerz bei Kindern

    Wenn Kinder über Kopfweh klagen, denken manche Eltern, „geht ja bald wieder vorbei“. Andere fragen sich, ob eine ernsthafte Krankheit dahinter steckt.

  • Bunte Überraschungen

    Wenn der Urin plötzlich rot oder braun aussieht, kann das einen schon ziemlich erschrecken. Es ist aber manchmal harmlos, denn bestimmte Arzneimittel oder Nahrungsmittel können die schlichte Erklärung dafür sein.

  • Gute alte Pillen:

    Ibuprofen ist hierzulande einer der meistverschriebenen Wirkstoffe gegen Schmerz und Entzündung. In rezeptfreien Versionen ist er sogar der meistverkaufte. Ein guter Grund, den Stoff in der GPSP-Serie

  • Mehr unverzerrtes Wissen

    Als Patient erwartet man von seinem Arzt oder seiner Ärztin, dass sie auf dem aktuellen Wissensstand sind. Deshalb müssen sie sich regelmäßig fortbilden. Viele medizinische Fortbildungsveranstaltungen sind allerdings

  • Zugelassene Mittel nicht immer wirksam

    Pflanzliche und homöopathische Medikamente sind in einigen Verbraucherkreisen sehr beliebt, gelten sie doch als wirksame und „sanfte“ Mittel. Schonend ist aber vor allem der Umgang der Zulassungsbehörden mit diesen

  • Glosse:

    Das ist doch mal eine supergute Nachricht in Sachen Gesundheitsinformation: Unser aller Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, also das BfArM, „ist ab heute mit eigenem Kanal bei Twitter aktiv“.

GEPANSCHTES

Gepanschtes-Button-B272px

Heft-Archiv


Ausgabe 2017/02




Geschenk-Abo

GPSP_Geschenk-Abo_2015-300px

Spenden

Unsere Informationen gefallen Ihnen?
SpendenWenn Sie Gute Pillen – Schlechte Pillen mit einer Spende unterstützen, hilft uns das, unabhängig und werbefrei zu sein. GPSP ist gemeinnützig. Spenden sind steuerlich absetzbar: Spendenportal.de