Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2011 / 05 S. 15aL

Leserbriefe:

Zwei Artikel aus unserem letzten Heft (GPSP 4/2011) sind auf besondere Resonanz gestoßen: Ein Überblick zu Osteoporose war bereits zuvor von vielen Leserinnen und Lesern gewünscht worden. Zum Artikel erhielten wir auch Zuschriften von Ärzten, von denen wir eine zitieren und kommentieren. Unser Beitrag zum Grünen Rezept stieß nicht nur auf Zustimmung. Auch hier bringen wir stellvertretend einen Kommentar.

Osteoporose

„Es gibt sehr wohl gute Evidenz, dass bei Osteoporose und weiteren Risikofaktoren wie Alter auch ohne bereits eingetretene Frakturen ein erheblicher Nutzen durch Therapie z.B. mit Alendronat zu erzielen ist. Auch eine Knochendichtemessung ist bei bestimmten Risikokonstellationen sinnvoll.“ E.B.

GPSP: Die Situation ist komplex: Einerseits kann eine Bisphosphonat- Therapie auch ohne vorausgegangene Knochenbrüche sinnvoll sein und helfen, zukünftige Frakturen zu verhindern. Andererseits gibt es Menschen mit mehreren Risikofaktoren, die nie Probleme bekommen werden. Wir sind deshalb sehr zurückhaltend, eine vorbeugende Therapie zu empfehlen und die Behandelten der Gefahr schwerwiegender unerwünschter Wirkungen auszusetzen. Hier muss das Vorgehen im individuellen Gespräch mit dem Arzt unter Einbeziehung der Lebensumstände geklärt werden. Knochendichtemessungen erfolgen generell zu häufig. Wir sprechen uns gegen ein allgemeines „Screening-Programm“ in den Wechseljahren oder im höheren Lebensalter aus. Es sollten weitere relevante Risikofaktoren vorliegen.


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