Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2013 / 05 S. 22bL

Leserbriefe:

Kochsalz

Kochsalz „Wir benutzen regelmäßig Jod-Fluor-Salz. In GPSP 3/2013 schreiben Sie, dass die Begleitmineralien beim Salz keine Rolle spielen. Wie sinnvoll ist denn dann die Verwendung des o.g. Salzes?“ K.B.

GPSP: Jodid und Fluorid werden dem Speisesalz aus gesundheitlichen Gründen künstlich zugesetzt. Außerdem enthält es Begleitmineralien, die je nach Herkunft sort unterschiedlich sind. Solche Begleitmineralien spielen im Hinblick darauf, welche Menge Speisesalz (Natriumchlorid) am Tag noch „gesund“ – also nicht nachteilig ist – keine Rolle.

Salze aus verschiedenen Herkunftsorten sollen unterschiedlich schmecken. Das mag beim ersten Probieren zutreffen. Wird Salz aber in Gerichten verwendet, kommen Zweifel auf, ob man Unterschiede noch schmecken kann. Denn das Salz ist dann aufgelöst und vermittelt im Mund keinen speziellen Tasteindruck mehr, etwa grob- oder feinkörnig.

Unserem Speisesalz werden im konventionellen Herstellungsprozess andere Salze, wie Magnesiumsalze, beigemischt, um es rieselfähig zu halten. Ein Jodid-Zusatz hat sich in jodarmen Gebieten durchaus bewährt. Die Zusatzmenge ist gering, so dass auch Menschen ohne Jod-Mangel keine Nachteile haben. Bei Fluorid als Zusatz gehen die wissenschaftlichen Meinungen über Vor- und Nachteile auseinander. Fluorid ist als Kariesprophylaxe besonders im Wachstumsalter wirksam.


Der Stand der Informationen entspricht dem Erscheinungsdatum des Hefts.

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