Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2010 / 04 S. 15bL

Leserbriefe:

„Vielen Dank für den schönen Internetauftritt! So lohnt sich mein Abo wirklich. Mit der Übersicht über die bereits erschienen Artikel kann man so manchen Patienten im Gespräch noch besser überzeugen.“   J.K.

Artischocken

„Ich habe über das Artischocken-Medikament Hepacyn® gelesen und möchte gerne wissen, ob das Mittel überhaupt wirksam ist.“   H.F

GPSP: Hepacyn® enthält einen Extrakt aus Blättern der Artischocke. Es ist zur Anwendung bei Verdauungsbeschwerden zugelassen. Artischockenblätter enthalten Stoffe, die den Gallenfluss anregen und so die Verdauung fördern sollen. Gallenflüssigkeit spielt zwar eine wichtige Rolle bei der Verdauung von Fetten. Ob aber der Extrakt tatsächlich die erwünschten Effekte hat, ist nicht durch aussagekräftige Studien nachgewiesen. Menschen mit Gallensteinen dürfen vorsichtshalber keine Artischockenpräparate einnehmen. Als Nebenwirkung kann Artischockenextrakt Übelkeit, Durchfall und Beschwerden im Oberbauch auslösen. Auch allergische Reaktionen kommen vor, vor allem wenn eine Allergie gegen Korbblütler besteht. Artischockenextrakt kann die Wirkung bestimmter blutgerinnungshemmender Mittel wie Phenprocoumon (Marcumar® u.a.) abschwächen.


Quelle
1    arznei-telegramm 2010; 41, S. 29-30. GPSP 3/2009, S. 9; 6/2008, S. 5



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