Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2013 / 04 S. 14b

Kurz und knapp:

Tätowiermittel

Nicht nur Nickel ist ein Problem

Sommer und Urlaub, das ist bisweilen mit der Idee verbunden sich als Körperschmuck ein Tattoo stechen zu lassen. Das kann gefährlich sein. Denn viele Tätowiermittel enthalten Nickel – und Nickel ist ein besonders problematischer Stoff. Viele Menschen sind auf das Kontaktallergen sensibilisiert, das schwere krankhafte Hautveränderung wie Flechten und Granulome hervorruft. Das heißt, bei jedem Kontakt mit Nickel in Lebensmitteln, Schmuck, Piercings, Lederwaren, Kochtöpfen und anderen Haushaltsprodukten kann die Haut allergisch reagieren.

Der Nickelgehalt von Tätowierungsfarben, die direkt in die Haut eingestochen werden, ist oft der Allergie-Auslöser. Und der übliche Schutz, die Barriere von gesunder und heiler Haut, wird durch das Einstechen der Nadel überwunden. 

In Deutschland gibt es zwar eine Negativliste für Stoffe, die nicht in Tätowiermitteln verwendet werden dürfen, aber es gibt keine Positivliste erlaubter Stoffe. Vieles ist ungeregelt und ungewiss. Erst recht, wenn Sie sich im Ausland ein Tattoo stechen lassen.2


Quelle
2 Das BfR hat kürzlich ein internationales Symposium zum Thema veranstaltet. Mehr Infos unter www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2013/15/nickel_gehoert_nicht_in_taetowiermittel_und_permanent_make_up-187018.html


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