Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2012 / 01 S. 09b

Kurz und knapp:

Schwangerschaftsdiabetes
Essen für zwei?

Schätzungsweise 4 bis 6 von 100 schwangeren Frauen erkranken an einem Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes). Das heißt, während der Schwangerschaft gerät ihr Stoffwechsel aus der Balance und es entwickelt sich eine Zuckerkrankheit. Selbst wenn sich die Situation nach der Geburt zunächst bessert, erkranken leider viele dieser Frauen später (erneut) an Diabetes mellitus. Problematisch ist ein unbehandelter Schwangerschaftsdiabetes auch für das Kind: Höheres Körpergewicht und größere Körperlänge des Kindes erschweren die Geburt, und es hat ein erhöhtes Risiko, später selbst zuckerkrank zu werden. Um Schwangerschaftsdiabetes zu erkennen und dann behandeln zu können, gibt es Tests, die die gesetzlichen Krankenkassen künftig erstatten wollen.7 Ganz wichtig ist Vorbeugen: Schwangere sollten nicht übermäßig viel essen, schon gar nicht für zwei! Das ist keine neue Erkenntnis, aber sie kann nicht oft genug wiederholt werden. Nützlich sind neben Gewichtskontrolle auch Bewegung und Sport: Außer einigen Extremsportarten und Tauchen ist alles erlaubt, was "frau" sowieso schon ausübt. Ideal sind Wandern, Radfahren und Schwimmen. Hilfreiche Tipps enthält unter anderem der neue Ratgeber „Schwanger. Mein Kind und ich“ (Stiftung Warentest 2011).



Quellen
1 FDA Consumer Health Information, Okt. 2011
2 arznei-telegramm (2004) 35, S. 113-114 und Arzneimittel-Datenbank 2011 (Stand Jan. 2012)
3 Der Arzneimittelbrief (2001) 10, S. 79
4 Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), Auskunft Prof. Christian Ohrloff
5 FDA Consumer Health Information, Okt. 2011
6 Pharma-Brief (2011) 9-10, S. 2-4
7 G-BA-Beschlusstext: www.g-ba.de/downloads/39-261-1424/2011-12-15_Mu-RL_Screening_GDM.pdf



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