Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2007 / 05 S. 07a

Kurz und knapp:

Riskante Ansichtssache

Ob Tattoos, Permanent Make-up und Piercing dem Aussehen gut tun oder nicht, ist Ansichtssache. Aber wer sich dafür entscheidet, sollte über Risiken informiert sein.

Sie resultieren nicht nur aus der Zusammensetzung der Farben (GPSP 3/2006, S. 10), sondern auch aus hygienischen Mängeln. Schmutzige Instrumente können beim Durchstechen der Haut gefährliche Bakterien und Viren in den Körper befördern, die öfters vor Ort Entzündungen auslösen und Gewebe absterben lassen können. Am schlimmsten sind Infektionen, die sich über den Blutkreislauf ausbreiten. So ist ein junger Mann nach einem Lippenpiercing an Blutvergiftung (Sepsis) gestorben. Und ein Mädchen mit Bauchnabelpiercing bekam eine fiebrige Infektion, die ihre Gelenke und eine Herzklappe angriff (Endokarditis).

Wer Probleme mit einem Piercing hat, fiebert oder Hautprobleme bekommt, sollte sich sofort an einen Arzt wenden. Und wer helfen möchte, die Risiken von Tätowierungen besser einzuschätzen, kann sich an einer Fragebogenaktion der Universität Regensburg beteiligen: www.tattoo-umfrage.de


Quellen
1    Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine, 2007, 161, 792-797
2    Internistische Praxis, 2007, 47, Nr. 3, 671-672
3    British Medical Journal 2007, 334, 1305-1313
4    Bundesinstitut für Risikobewertung, Pressetext 2.7.2007, Chrom (VI) in Lederbekleidung
      und Schuhen zu problematisch für Allergiker!
5    Konsensuspapier. Stellungnahme der Ernährungs­kommission der Deutschen Gesellschaft für
      Kinder- und Jugendmedizin und der Ernährungskommission der Schweizerischen Gesellschaft für
      Pädiatrie; Pediatrica 17, 5, 2006, S. 16.
6    Frau Prof. Sabine Kulling, www.tagesspiegel.de Stichwort: Kulling 2.8.2007



Der Stand der Informationen entspricht dem Erscheinungsdatum des Hefts.

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