Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2009 / 02 S. 09b

Kurz und knapp:

Rasch handeln:
Verschluckte Batterien

Kleinkinder stecken gerne Gegenstände in den Mund. Heutzutage sind das häufig Knopfbatterien.

Sie zu verschlucken, ist besonders gefährlich, weil sie nicht nur in der Speiseröhre stecken bleiben können, sondern sich entladen und so zu Schleimhautverbrennungen führen.8

Gelangen Batterien bis in den Magen, greift dort die Magensäure die Batterieoberfläche derart an, dass giftige Inhaltsstoffe auslaufen können und die Schleimhaut stark schädigen. Eltern müssen darum rasch einen fachkundigen Arzt oder eine Klinik aufsuchen, wenn ihr Kind eine Batterie verschluckt hat. Aus der Speiseröhre und dem Magen lässt sich ein Gegenstand meist noch endoskopisch – also ohne Operation – entfernen. Aber nicht nur Kleinkinder sind durch Batterien gefährdet.

Wenn beim Basteln etwa Knopfzellen zwischen den Zähnen oder Lippen gehalten werden, rutschen diese leicht in den Mund. Immer wieder passiert es auch, dass sich ein Kind aus Erkundungsdrang eine Batterie in Nase oder Ohr schiebt. Dann sollten Eltern auf keinen Fall eine Flüssigkeit einträufeln, sondern ebenfalls umgehend zum Arzt ­gehen.


Quellen
1    Deutsche Gesellschaft für Nephrologie, Mitteilung zum Weltnierentag am 4. März 2009
2    Nichtraucherorganisation www.forum-rauchfrei.de
3    Pressemitteilung Forum Rauchfrei: 2.12.2008 Metro verweigert Kinderschutz
4    WHO Framework Convention on Tobacco Control, FCTC-conference Durban 17.-22. Nov. 2008
5    Meffert, H. et al.: Ein einfaches Verfahren zum Abschätzen des UV-Index, Akt Dermatol 2009, 35, S. 25-28
6    R. Hanewinkel und J.D. Sargent, Pediatrics 2008, 121, S. 108-117
7    Initiator des Wettbewerbs „Be smart – Don’t start“ und anderer Tabakentwöhnungsprogramme
8    Mitteilung des Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (www.kinderaerzte-im-netz.de )
9    PLoS Medicine Vol. 6, No. 2, e29 doi:10.1371/journal.pmed.1000029

Fotos: Links: Marco Lensi/Fotolia.com; Mitte:  Soundsnaps /Fotolia.com; Rechts:  Matteo Natale /Fotolia.com


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