Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2015 / 01 S. 15a

Kurz und knapp:

Multimedikation: Zu viel geschluckt?

Viele Patienten und auch Ärzte meinen, dass jede gesundheitliche Störung mit einem Medikament behandelt werden muss. Die Folge ist, dass insbesondere ältere Menschen oft zu viele Arzneimittel einnehmen. Das Problem: Mit der Zahl der Präparate steigt auch die Möglichkeit von ungünstigen Wechselwirkungen. Es gibt immer mehr Initiativen, solche Multimedikation (Polypharmazie) zu reduzieren und Ärzten nahezubringen, wie es gelingen kann, die Zahl der Präparate ihrer Patienten zu verringern.3,4 Wichtig ist zum Beispiel, dass viele Medikamente nicht dauerhaft nötig sind und wieder abgesetzt werden sollten. Und manchmal reicht eine niedrigere Dosis, und sie ist zudem sicherer. Auch sollten Hausärztin oder die -arzt nach einem Krankenhausaufenthalt den Medikamentenplan ihres Patienten überprüfen. Unter den verschiedenen Hinweisen ist vor allem dieser interessant: „Ärzte sollten sich kritisch fragen: ‘Würde ich selbst dieses Arzneimittel unter den gegeben Umständen einnehmen?‘ Wer diese Frage mit „nein“ beantwortet, sollte eher Abstand von der Verschreibung nehmen.“4


Quellen
3 DER ARZNEIMITTELBRIEF (2014) 48 S. 80DB01
4 Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Leitliniengruppe Hessen (2013) Hausärztliche Leitlinie „Multimedikation“ www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/053-043l_S2e_Multimedikation_2014-05.pdf

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