Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2008 / 03 S. 07b

Kurz und knapp:

Lebensrettende Herzmassage

Erleidet ein Erwachsener einen Kreislaufstillstand, etwa als Folge eines Herzinfarkts oder von Rhythmusstörungen, kann die so genannte Herzmassage bis zum Eintreffen eines Arztes lebensrettend sein. Grundsätzlich kommt es vor allem darauf an, mit dem eigenen Körpergewicht das Brustbein des Betroffenen rhythmisch – 80 bis 100 mal pro Minute – herunter zu drücken.

Viele Menschen können oder mögen andere Menschen nicht be­atmen und unterlassen daher jegliche Hilfe. Das ist fatal, denn es kommt vor allem darauf an, einen minimalen Blutkreislauf per Druckmassage wiederherzustellen. Dies allein ist in jedem Fall besser als nichts zu tun. Zu einer Mund-zu-Mund-Beatmung durch Laien wird heutzutage nicht mehr geraten. Der Nutzen ist zu gering.6,7


Quellen
1    arznei-telegramm 2008, 39, 5, S. 62
2    Umweltbundesamt, Presseinformation 03/2008
3    http://www.ehponline.org/docs/2007/10775/abstract.html (englisch)
4    www.gesundheitsinformation.de 19.4.2008
5    PloS ONE, Mittwoch 5. März 2008
6    Pressemitteilung der Uniklinik Köln. Prof. Bernd Böttiger, Vizepräsident
      des Europäischen Resuscitation Council (ERC)
7    SOS-Kanto, The Lancet, 2007; 369, 920-926
8    arznei-telegramm 2008; 39: 61-2


Hier finden Sie weitere Artikel zu verwandten Themen:

GEPANSCHTES

Gepanschtes-Button-B272px

Heft-Archiv


Titelbild dieser Ausgabe


Geschenk-Abo

GPSP_Geschenk-Abo_2015-300px

Spenden

Unsere Informationen gefallen Ihnen?
SpendenWenn Sie Gute Pillen – Schlechte Pillen mit einer Spende unterstützen, hilft uns das, unabhängig und werbefrei zu sein. GPSP ist gemeinnützig. Spenden sind steuerlich absetzbar: Spendenportal.de