Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2014 / 06 S. 15a

Kurz und knapp:

Krebsmittel: Fingerabdruck verändert

Früher hatte der Fingerabdruck allenfalls in der Kriminalistik Bedeutung. Heute loggen sich viele per Fingerabdruck in Computer ein oder werden bei der Einreise in Länder wie die USA mittels Fingerabdruck identifiziert. Üblicherweise geht man davon aus, dass die Fingerlinien Unikate sind und immer gleich bleiben. Das stimmt aber nicht generell. Wenn ein Krebskranker mit Arzneimitteln behandelt wird, die ein „Hand-Fuß-Syndrom“ auslösen, entstehen Rötungen und Missempfindungen an Händen und Füßen. Und wenn sich Blasen bilden und die Haut sich ablöst, verschwinden möglicherweise an den Fingerkuppen die individuellen Fingerlinien.7 Einem betroffenen Mann wurde deshalb die Einreise in die USA erheblich erschwert und eine Frau vom Sicherheitsdienst ihrer Firma verhört, weil der Fingerprint-Analyser ihrer Arbeitsstelle den Fingerabdruck nicht mehr erkannte. 

Mehr als 30 Krebsmittel können – oft sogar häufig – ein Hand-Fuß-Syndrom auslösen und eventuell Fingerlinien verändern. In den Produktinformationen solcher Krebsmittel steht von dieser Folge nichts.


Quellen: 

7 arznei-telegramm® (2014) 45, S. 88


Hier finden Sie weitere Artikel zu verwandten Themen:

    GEPANSCHTES

    Gepanschtes-Button-B272px

    Heft-Archiv


    Titelbild dieser Ausgabe


    Geschenk-Abo

    GPSP_Geschenk-Abo_2015-300px

    Spenden

    Unsere Informationen gefallen Ihnen?
    SpendenWenn Sie Gute Pillen – Schlechte Pillen mit einer Spende unterstützen, hilft uns das, unabhängig und werbefrei zu sein. GPSP ist gemeinnützig. Spenden sind steuerlich absetzbar: Spendenportal.de